Fehlstart für Ronaldo perfekt
Außenseiter schafft Sensation gegen Portugal
Aktualisiert am 17.06.2026 – 21:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Portugal und Superstar Ronaldo mühen sich bei ihrem Turnierauftakt gegen Kongo. Der Außenseiter beschert dem Titel-Favoriten einen Fehlstart ins Turnier.
Als die Blamage perfekt war, wollte Cristiano Ronaldo nur noch weg. Mit gesenktem Kopf eilte der Superstar in Richtung Kabine, der Auftakt in seine sechste WM war aus Sicht des Portugiesen ganz und gar nicht nach Plan verlaufen: Beim mickrigen 1:1 (1:1) gegen den krassen Außenseiter Demokratische Republik Kongo enttäuschte Portugal auf ganzer Linie – die Kritik am schwachen Ronaldo dürfte noch anwachsen.
Dabei hatte Joao Neves (6.) die Portugiesen, die ihres verstorbenen Mitspielers Diogo Jota mit speziellen Armbändern gedachten, in Führung gebracht. Doch Yoane Wissa (45.+5) erzielte den verdienten Ausgleich der Kongolesen, die bei ihrer zweiten WM-Teilnahme ihren ersten Punkt und Treffer bejubeln konnten. In der Gruppe K bekommen es beide Teams noch mit Kolumbien und Usbekistan zu tun.
„Wir haben gut gespielt, aber die drei Punkte, die wir haben wollten, nicht geholt. Wir müssen weiter an uns glauben“, sagte Torschütze Neves: „Wir hatten den Sieg erwartet.“
So lief das Spiel
Drei Tage nach dem furiosen deutschen Auftakt gegen Curacao (7:1) drehte sich in der texanischen Astronautenstadt alles um „CR7“. Mit 41 Jahren und 132 Tagen stand der Kapitän zum Start seiner sechsten WM (Rekord) trotz anhaltender Diskussionen um seine Rolle in der Anfangsformation – und stieg damit zum viertältesten Spieler der WM-Geschichte auf.
Ebenso wie das DFB-Team am Sonntag gingen die Portugiesen gleich nach sechs Minuten in Führung. Neves von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain verwertete eine Flanke per Kopf und streckte anschließend beide Zeigefinger symbolisch gen Himmel. Auf der Tribüne jubelten Jotas Eltern mit.
Auch sonst war das Houston Stadium nahezu komplett in Rot gefärbt, nur ein paar wenige Fans der DR Kongo konnten trotz Einreiseverbot wegen des Ebola-Ausbruchs bei der erst zweiten WM-Teilnahme nach 1974 (damals noch als Zaire) mitfiebern. Die „Léopards“, die sich im Vorfeld statt in einem Trainingslagers in einer 21-tägigen Isolation in Belgien vorbereiten mussten, hatten durch Wissa (11.), Newcastle-Kollege von Nick Woltemade und Malik Thiaw, die erste gute Gelegenheit.
Der amtierende Nations-League-Sieger blieb nach der Führung in der Offensive viel zu harmlos und bekam Ronaldo überhaupt nicht in Szene. Und so kamen die Zentralafrikaner kurz vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich, ebenfalls per Kopf. Wissa und seine Teamkollegen tanzten anschließend ausgelassen vor der Trainerbank.
