Patrice Aminati

„Ich werde künstlich am Leben gehalten“


05.05.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Patrice Aminati: Sie war bei „Hart aber Fair“ zu Gast. (Quelle: IMAGO/Uwe Koch)

Seit mehreren Jahren hat Patrice Aminati Hautkrebs. Eine Heilung ist aussichtslos. Jetzt verliert die 32-Jährige schonungslose Worte über ihren Gesundheitszustand und ihre Mission.

Patrice Aminati macht ihre Krebserkrankung in der Öffentlichkeit sichtbar. Damit möchte sie mehr Bewusstsein bei der Bevölkerung hervorrufen. Vor allem möchte sie die Prävention nach vorn bringen, damit weniger Menschen an Hautkrebs erkranken. Das war auch in der jüngsten Ausgabe von „Hart aber fair“ ihr Auftrag.

Die 31-Jährige hat in der ARD-Sendung unter anderem mit Sucht- und Drogenbeauftragten Hendrik Streeck gesprochen. Er ist Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung. Mit ihm diskutierte sie über die Hautkrebsvorsorge. Hintergrund: Der gemeinsame Bundesausschuss prüft derzeit, ob ein Hautkrebsscreening in der bisherigen Form noch Sinn macht. Für Aminati ist das eine alarmierende Entwicklung.

Im Video | Patrice Aminati: Diese Chatnachricht veränderte ihr Leben

Player wird geladen

Quelle: t-online

Aktuell kann jeder Deutsche ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebsscreening machen. Genau das steht gerade allerdings auf dem Prüfstand. „Da kann jemand nicht rechnen“, sagte Aminati dazu. Sie war als Betroffene in der Sendung zu Gast. „Für mich kommt Vorsorge zu spät. Ich bin Palliativpatientin“, stellte sie klar. „Dank Medikamenten werde ich künstlich am Leben erhalten.“ Ihr Hautkrebs ist mittlerweile metastasiert. Ihre Behandlung sei sehr teuer. Es würde sich ihrer Meinung nach finanziell lohnen, die Krankheit vorher zu erkennen, statt später hohe Summen ausgeben zu müssen.

Streeck entgegnete, dass es sich bisher nicht gezeigt habe, dass durch die Vorsorgeuntersuchungen die Sterblichkeitsrate gesunken sei. Deswegen würde gerade geprüft werden, ob Ganzkörperscans eine bessere Wirkung erzielen würden, oder inwiefern die Nutzung von Künstlicher Intelligenz helfen könnte.

Aminati meldete sich in der Sendung immer wieder zu Wort, wollte konkret wissen: „Was können wir besser machen?“ Sie selbst sei täglich im Krankenhaus, spreche viel mit Patienten, Ärzten und Pflegepersonal. Ihr Vorschlag: ein Hautkrebsscreening ab 14 Jahren von einem Mediziner, der den Körper von oben bis unten untersucht. Außerdem müsse eine Aufklärung über die Gefahren der Sonne erfolgen. „Ich möchte ein allgemeines Bewusstsein der Bevölkerung“, stellte Patrice Aminati klar. Sie selbst habe das Thema auch unterschätzt.

Share.
Exit mobile version