Als nahezu unverzichtbar erscheint aber vor allem der Air-Force-Stützpunkt in Ramstein, den die US-Luftwaffe selbst als „Global Gateway“ bezeichnet. Es ist eine zentrale logistische und operative Schaltstelle außerhalb der USA. Für die Verlegung von Truppen und Material nach Afrika und Osteuropa ist der Standort nahezu unverzichtbar.
Der Stützpunkt ist aber vornehmlich ein operativer Hebel für US‑Einsätze im Nahen Osten – von Lufttransport und Tanklogistik bis zur technischen Signalweiterleitung ist Ramstein in jeder Hinsicht wichtig für das Militär. Fracht- und Kampfflugzeuge können hier leicht verlegt werden; Einsatzplanung, Logistik und elektronische Übermittlung laufen in Ramstein zusammen. Panzer, Hubschrauber, Soldaten, Ausrüstung, medizinisches Personal machen meist den Weg über Rheinland-Pfalz, bevor sie den Nahen Osten erreichen.
Noch zu Beginn des Iran-Kriegs lobte Trump Deutschland ausdrücklich: „Sie lassen uns in bestimmten Gebieten landen, und wir wissen das zu schätzen, und sie machen es uns einfach angenehm.“ Mehrere militärische Flugzeuge landeten dort und hoben Richtung Naher Osten wieder ab.
Dazu befindet sich in Landstuhl bei Ramstein auch das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten. Verwundete aus dem Nahen Osten werden zunächst hierhergeflogen, um behandelt zu werden.
Auch für den Einsatz von Drohnen im Nahen Osten ist Ramstein unverzichtbar, da diese aufgrund der Erdkrümmung nicht direkt aus den USA gesteuert werden können. In Ramstein befindet sich eine Relaisstation, die die Signale per Satellit an die Drohnen weitergibt und so eine Echtzeitsteuerung aus den Vereinigten Staaten ermöglicht.
Nicht weit entfernt in Rheinland-Pfalz befindet sich zudem die Air Base Spangdahlem, die offenbar ebenfalls wichtig im Iran-Krieg ist. Dort verstärkte sich der Verkehr seit Kriegsbeginn. Mehrere F-16-Kampfflugzeuge sollen von Spangdahlem in den Nahen Osten verlegt worden sein. Laut dem Fachmagazin „Air and Space Forces“ sollen sie im Iran zur Bekämpfung der Flugabwehr eingesetzt werden. Die BBC berichtete, dass der Stützpunkt nun „rund um die Uhr“ in Betrieb sei.









