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Home » Welcher Ankäufer zahlt versprochenen Preis?
Mobilität

Welcher Ankäufer zahlt versprochenen Preis?

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 4, 2026
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Welcher Ankäufer zahlt versprochenen Preis?

Versprochen wird viel, gezahlt oft wenig

Fünf Gebrauchtwagen-Ankäufer im Test: Wer zahlt wirklich fair?


Aktualisiert am 04.03.2026 – 17:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Wirkaufendeinauto.de: Versprochen wird der beste Preis – doch nicht jeder Verkäufer bekommt ihn. (Quelle: Manfred Segerer via www.imago-images.de)

Bestpreis versprochen, Preis gedrückt: Manche zahlen fair, andere tricksen. Besonders bei E-Autos wird es bitter. Wer sein Auto verkaufen will, sollte wissen, worauf es ankommt.

„Wir zahlen den besten Preis.“ Wirkaufendeinauto.de sagt es. Mobile.de auch. Autoscout24 ebenso. Das kann nicht stimmen. Wer wirklich am meisten bietet, hat der ADAC immer wieder geprüft. Der jüngste Test brachte überraschende Ergebnisse. Einige Portale zahlen, was sie online versprechen. Andere drücken den Preis vor Ort. Und Elektroautos? Kaum gefragt. Wer sein Auto verkaufen will, sollte die Tricks der Händler kennen.

Drei Autos, fünf Plattformen, völlig unterschiedliche Preise: ADAC-Mitarbeiter boten einen Seat Leon (Benziner, 2015), einen VW Caddy (Diesel, 2015) und einen VW ID.3 (E-Auto, 2020) bei fünf großen Ankaufsportalen an. Vorab hatten Experten die realistischen Fahrzeugwerte ermittelt. Doch die Ergebnisse waren alles andere als einheitlich – die Angebote der Händler lagen teils weit auseinander.

Dann der Verkauf vor Ort: Wirkaufendeinauto.de zahlte für den Seat Leon exakt den Online-Preis, beim Caddy gab es Abzüge. Autoscout24 versprach online mehr, bot vor Ort aber deutlich weniger. Kein Einzelfall. Schon 2017 fiel auf: Online-Angebote klingen oft gut, vor Ort gibt es dann weniger. Der ADAC testete damals drei Autos – in einem Fall sank das tatsächliche Kaufangebot um fast die Hälfte. Auch später berichteten Verkäufer dem Verkehrsclub von Lockangeboten: hohe Schätzungen im Netz, drastische Abschläge beim Treffen.

„Eine verallgemeinernde Aussage, dass der Online-Preis nicht realistisch ist, kann so nicht getroffen werden, da der finale Verkaufspreis abhängig ist von individuellen Fahrzeugfaktoren“, erklärte wirkaufendeinauto.de damals etwas sperrig dem ADAC. Der Marktpreis sei nur eine statistische Orientierung, den tatsächlichen Verkaufspreis bestimmten erst die Fahrzeugbewertung vor Ort und die Marktlage. Elegant klang das nicht – tröstlich auch nicht.

Fakt ist: Wer verkauft, sollte sich auf Nachverhandlungen einstellen.

Erst mal erfreulich: Die meisten Angebote der Portale liegen sogar über den unabhängig ermittelten Werten der Autos im Test. Doch in den Verhandlungen vor Ort fielen die Preise dann deutlich.

Das dicke Ende für E-Auto-Besitzer: Für den ID.3 gab es nur zwei Angebote – beide unter Händlereinkaufswert. Drei Ankäufer winkten gleich ganz ab.

Der Grund: Zu viele Leasingrückläufer aus den Jahren 2021 und 2022 übersättigten den Markt. Gut für die Käufer – schlecht für die Verkäufer.

Erstens: Zunächst selbst recherchieren. Was zahlen Händler? Was bringt das Auto auf dem Privatmarkt? Gebrauchtwagenrechner im Internet (z. B. vom ADAC) helfen dabei.

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