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Home » Welche Strategien dabei wichtig waren
Gesundheit

Welche Strategien dabei wichtig waren

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 27, 2026
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Welche Strategien dabei wichtig waren

Erfolg mit Haken

Dieses Land gilt jetzt als rauchfrei


27.05.2026 – 13:06 UhrLesedauer: 3 Min.

Zigarette rauchen: In Schweden tun das inzwischen weniger als fünf Prozent der Erwachsenen täglich.Vergrößern des Bildes

Zigarettenkonsum: In Schweden rauchen inzwischen täglich nur noch weniger als vier Prozent der Erwachsenen. (Quelle: Mac99/getty-images-bilder)

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Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Daher sehen Gesundheitsstrategien vor, den Raucheranteil langfristig stark zu senken. Schweden hat dieses Ziel nun erreicht.

In Deutschland raucht jeder Fünfte mindestens gelegentlich. Damit hat sich der Konsum in den vergangenen fünf Jahren kaum verändert. Anders sieht das in Schweden aus. Neue Zahlen des schwedischen Zentralverbands für Alkohol- und Drogenaufklärung (CAN) zeigen: In dem skandinavischen Land griffen bereits im Jahr 2025 nur noch 3,7 Prozent der Menschen täglich zur Zigarette. Damit unterschreitet Schweden erstmals die international anerkannte Marke von fünf Prozent und gilt offiziell als „rauchfrei“.

Gesundheitsexperten feiern das als historischen Erfolg. Doch gleichzeitig wächst die Sorge über neue Nikotinprodukte vor allem für junge Menschen.

Strenge Regeln machten Rauchen unattraktiv

Noch Anfang der 2000er-Jahre sah der Zigarettenkonsum ganz anders aus. Damals rauchten laut CAN rund 16 Prozent der Schweden täglich, in den 1980er-Jahren sogar mehr als 30 Prozent. Der Rückgang gilt deshalb als einer der größten Erfolge der öffentlichen Gesundheitsvorsorge in Europa.

Forscher führen die Entwicklung vor allem auf jahrzehntelange Maßnahmen gegen das Rauchen zurück. Zigaretten wurden teurer, Werbung verschwand weitgehend aus der Öffentlichkeit und Rauchverbote wurden erlassen. Gleichzeitig erhielten Raucher mehr Unterstützung beim Aufhören, etwa durch Beratungsangebote oder Medikamente zur Entwöhnung.

Das zeigt sich auch in den Zahlen: 63 Prozent der Befragten gaben an, nie geraucht zu haben. Rund 30 Prozent erklärten, früher geraucht, inzwischen aber erfolgreich aufgehört zu haben.

Mats Ramstedt, Forschungsleiter bei CAN, erklärte im „Sweden Herald“, es sei eine unglaubliche Entwicklung, dass man schädliches Verhalten so stark reduzieren könne. Besonders wichtig sei gewesen, dass Rauchen heute deutlich weniger zugänglich und gesellschaftlich akzeptiert sei als früher.

Konsum von Snus und Vapes steigt

Der Erfolg hat jedoch eine Kehrseite. Während das Rauchen sinkt, greifen immer mehr Menschen zu anderen Nikotinprodukten. Besonders stark wächst in Schweden der Konsum von Snus. Dabei handelt es sich um Tabak in kleinen Beutelchen, die unter die Oberlippe gelegt werden. Anders als Zigaretten werden sie aber nicht verbrannt.

Was unterscheidet Snus von Nikotinbeuteln?

Nikotinbeutel, Nikotin-Pouches oder Nikotin-Pods enthalten im Gegensatz zu Snus keinen Tabak. Dafür enthalten die Beutelchen ein Pulver, das aus Nikotinsalzen, Trägerstoffen wie Zellulose sowie Süß- und Aromastoffen besteht. Sie bewirken einen ähnlichen Kick wie Zigaretten. Das Nikotin, ein Nervengift, wird über die Mundschleimhaut aufgenommen. Und auch in dieser Form kann das Nikotin abhängig machen – nicht nur in herkömmlichen oder E-Zigaretten. In Deutschland sind Nikotinbeutel und Snus verboten. Mehr zu den Risiken von Snus, Pouches und Nicopods erfahren Sie hier.

2025 konsumierten laut CAN bereits 18 Prozent der Erwachsenen Snus. Vor allem junge Menschen nutzen die Produkte zunehmend. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen lag der Anteil sogar bei 29 Prozent. Besonders auffällig: Der Konsum unter jungen Frauen hat sich in den vergangenen Jahren stark erhöht.

Auch Vapes, also elektronische Zigaretten, gewinnen an Bedeutung. Vor allem Einwegprodukte mit süßen Geschmacksrichtungen sprechen Jugendliche an. Nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörde gibt es inzwischen mehr als 10.000 verschiedene Vape-Produkte oder Aromen auf dem Markt.

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