Überraschender Effekt
So zubereiteter Kaffee lässt uns womöglich langsamer altern
22.07.2026 – 07:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Kaffee in Maßen gilt als durchaus gesund. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass die Art der Zubereitung sich möglicherweise auch auf Alterungsprozesse auswirken könnte.
Für viele Menschen gehört Kaffee zum Alltag. Frühere Untersuchungen haben seinen Genuss bereits mit verschiedenen gesundheitlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht. Forscher haben nun untersucht, ob unterschiedliche Kaffeezubereitungen das biologische Alter beeinflussen. Dabei schnitt Filterkaffee deutlich vorteilhafter ab als löslicher Kaffee.
Drei Merkmale des biologischen Alterns analysiert
Für die in der Fachzeitschrift „npj Science of Food“ veröffentlichte Studie werteten die Wissenschaftler Daten von 49.414 Teilnehmern der britischen UK Biobank aus. Sie waren im Durchschnitt 56,4 Jahre alt.
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Um den Einfluss auf das biologische Alter einzuschätzen, betrachteten die Forscher drei verschiedene Messgrößen. Zwei davon berechnen anhand verschiedener Blut- und Gesundheitswerte, ob der Körper biologisch älter oder jünger erscheint, als es dem tatsächlichen Lebensalter entspricht. Zusätzlich untersuchten die Wissenschaftler die Länge der Telomere. Diese sitzen in den Zellen an den Enden der Chromosomen und werden im Laufe des Lebens kürzer.
Anschließend verglichen die Forscher diese Werte mit dem Konsum von Filterkaffee und Instantkaffee.
Filterkaffee mit besseren Werten verbunden
Im Vergleich zu Teilnehmern, die keinen Kaffee tranken, hatten Menschen, die Filterkaffee konsumierten, im Durchschnitt bei allen drei untersuchten Merkmalen des biologischen Alterns günstigere Werte. Mit steigendem Konsum von Filterkaffee verlangsamte sich das biologische Altern. Auch die Telomere waren im Allgemeinen länger.
Wer täglich mehr als drei Tassen Filterkaffee trank, wies bei einem der drei betrachteten Merkmale im Schnitt ein um rund 1,1 Jahre niedrigeres biologisches Alter auf als Menschen, die keinen Kaffee tranken. Bei ein bis drei Tassen betrug der Unterschied rund neun Monate.
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Beim Instantkaffee zeigte sich dagegen die entgegengesetzte Tendenz: Verglichen mit Menschen, die keinen Kaffee tranken, ging ein höherer Konsum mit einer etwas stärkeren Beschleunigung des biologischen Alters und kürzeren Telomeren einher.
Allerdings waren die Unterschiede bei Instantkaffee insgesamt klein: Die meisten beobachteten Abweichungen entsprachen umgerechnet nur einem etwa ein bis zwei Monate höheren biologischen Alter. Für die Gesundheit des Einzelnen dürfte dieser Unterschied daher kaum von Bedeutung sein.
Wie ist die Studie einzuordnen?
Warum sich Filter- und Instantkaffee unterschiedlich auf das biologische Alter auswirken, lässt sich mit der Studie nicht beantworten. Zwar gab es Veränderungen bei bestimmten Entzündungs- und Nierenwerten sowie beim Grundumsatz. Inwiefern diese Faktoren eine Rolle spielen, bleibt jedoch unklar.










