Von&nbspAlessio Dell’Anna&nbsp&&nbspDamaso Jaivenois

Veröffentlicht am Aktualisiert

Wenn Sie in Luxemburg arbeiten, haben Sie Glück – Sie erhalten wahrscheinlich den höchsten Stundenlohn im Durchschnitt in ganz Europa

Das Großherzogtum im Herzen des Kontinents bietet laut neuen Eurostat-Zahlen, die diese Woche veröffentlicht wurden, einen durchschnittlichen Nettolohn von 49,7 Euro pro Stunde.

Als nächstes folgt eine Gruppe nordischer Nationen, mit Island auf dem zweiten Platz (47,0 €), gefolgt von Norwegen (45,8 €) und Dänemark (44,7 €).

Am anderen Ende der Tabelle weisen Lettland (12,9 €), Rumänien (12,9 €) und Bulgarien (10,5 €) den niedrigsten durchschnittlichen Stundenlohn auf.

Welche Länder verzeichnen das schnellste Nettogehaltswachstum?

Es sind jedoch nicht nur schlechte Nachrichten für Osteuropa. Zwischen 2021 und 2025 verzeichnete Bulgarien mit einem Anstieg von 69,4 % den größten Anstieg der Nettogehälter.

Auch Polen schnitt mit einem Anstieg der Löhne nach Steuern um 66 % im gleichen Zeitraum äußerst gut ab, gefolgt von Rumänien mit einem Anstieg um 61,3 %.

Auch in Kroatien, Litauen und Ungarn stiegen die Nettolöhne der Arbeitnehmer im Durchschnitt um mehr als 50 %.

Relativ stabil blieben dagegen die Gehaltsabrechnungen in Norwegen (5,5 %), Schweden (6,1 %) und Italien (10,6 %), wo zwischen 2021 und 2025 der langsamste Anstieg in Europa zu verzeichnen war.

Auch in Deutschland, Frankreich und Spanien lag das Lohnwachstum unter dem EU-Durchschnitt von 20 %.

Wo belasten Steuern Arbeitgeber und Arbeitnehmer am meisten?

Die Gründung und Führung eines mittelständischen Unternehmens in der EU kann für Arbeitgeber kostspielig sein.

Für Unternehmen mit mindestens 10 Mitarbeitern kosten Arbeitskräfte insgesamt etwa 35 € pro Stunde. Betrachtet man ausschließlich die Länder der Eurozone, steigt der Satz auf 38 €.

Rund ein Viertel davon entfällt auf Lohnnebenkosten, etwa Sozialbeiträge. Allerdings gibt es von Land zu Land große Unterschiede bei der Verteilung der Arbeitskosten.

Laut Eurostat tragen Arbeitgeber in Frankreich (32 %), Schweden (32 %) und der Slowakei (29 %) die höchsten Nebenkosten, während dieser Anteil in Rumänien, Litauen und Malta nahezu Null beträgt.

Spanische und italienische Unternehmen melden höhere Steuern auf Arbeit als der EU-Durchschnitt, während die Nettostundenlöhne unter dem EU-Durchschnitt liegen.

Welche Länder verzeichnen insgesamt die höchsten Arbeitskosten?

Arbeitgeber in Luxemburg zahlen insgesamt am meisten, etwa 57 € pro Stunde, wenn man Löhne und Sozialabgaben mit einbezieht, den höchsten Satz in der EU.

Das sind satte 5 € mehr pro Stunde als im zweitplatzierten Dänemark und fast 10 € mehr als in den Niederlanden auf dem dritten Platz.

Doch der Abstand zwischen der Spitze und dem Schlusslicht der Rangliste ist eklatant.

In Bulgarien betragen die Arbeitskosten nur 12 € pro Stunde, die niedrigsten in der EU, und in Ungarn etwas über 15 €.

Laut Eurostat sind die Arbeitskosten pro Stunde auf gesamtwirtschaftlicher Ebene im Vergleich zu 2024 in der EU um 4,1 % und im Euroraum um 3,8 % gestiegen.

Malta war das einzige Land, in dem die Gesamtarbeitskosten sanken (-0,5 %), während die größten Anstiege in Bulgarien (+13,1 %), Kroatien (+11,6 %) und Slowenien (+9,3 %) verzeichnet wurden.

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