Vielfach bestehen über längere Zeit jedoch zunächst keine Beschwerden. Später sind als Krankheitszeichen zum Beispiel Stuhlunregelmäßigkeiten (etwa Verstopfung und Durchfall, mitunter auch im Wechsel) möglich. Das Risiko für Darmkrebs steigt mit dem Alter und findet sich häufiger bei Menschen über 45 Jahren.

Wie Blut im Stuhl bei Darmkrebs aussieht, ist nicht spezifisch. Es lassen sich lediglich Rückschlüsse ziehen, aus welchem Darmabschnitt das Blut wahrscheinlich stammt. So liegt die Ursache für helles (frisches) Blut wahrscheinlich im Enddarm oder in der Afterregion, während dunkelrotes Blut eher auf einen Ursprung im Anfangsbereich des Dickdarms hindeutet.

Was tun bei Blut im Stuhl?

Wer beim Toilettengang bei sich Blut im Stuhl bemerkt, sollte die Ursache in jedem Fall ärztlich abklären lassen. In vielen Fällen ist die Ursache harmlos und lässt sich gut behandeln. Welcher Arzt dann aufgesucht werden sollte, richtet sich nach der Krankheitsursache.

Im ersten Schritt ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Weiterhin kommen Fachleute aus dem Gebiet der Inneren Medizin, Gastroenterologie, Proktologie, Gynäkologie oder Urologie infrage.

Wann ist Blut im Stuhl ein Notfall?

Treten zusätzlich zu blutigem Stuhl Kreislaufprobleme wie Schwindel oder Herzrasen auf, ist schnelle ärztliche Hilfe gefragt. Auch wenn die Blutung stark ist, intensive Schmerzen oder ein schlechtes Allgemeinbefinden bestehen, sollten Betroffene nicht länger warten und medizinische Hilfe holen.

Blut im Stuhl: Welche Untersuchungen sind wichtig?

Wer bei sich Blut im Stuhl entdeckt, sollte zeitnah eine ärztliche Praxis aufsuchen. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, stellt der Arzt zunächst einige Fragen zur Erkrankung und was passiert ist. Je nach vermuteter Ursache erfolgen im Anschluss körperliche Untersuchungen.

Was der Arzt wissen möchte

Folgende Fragen wird die Ärztin beziehungsweise der Arzt möglicherweise stellen:

  • Seit wann bestehen die Symptome?
  • Kam es schon häufiger vor, dass Sie Blut im Stuhl bemerkt haben?
  • Welche Farbe hat das Blut?
  • Ist das Blut dem Stuhl aufgelagert oder beigemischt?
  • Wie stark ist die Blutung?
  • Bestehen weitere Beschwerden (wie Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsprobleme, Fieber, Abgeschlagenheit etc.)?
  • Nehmen Sie Medikamente ein? Wenn ja, welche?
  • Waren Sie kürzlich im Ausland, insbesondere in tropischen oder subtropischen Gebieten?

Mögliche Untersuchungen

Im Zuge der verschiedenen Untersuchungen schaut sich der Arzt zum Beispiel den After genau an, gegebenenfalls erfolgt auch eine Tastuntersuchung des Enddarms. Analfissuren oder Hämorrhoiden lassen sich so leicht erkennen.

Stammt das Blut vermutlich aus einem höher gelegenen Darmabschnitt, erfolgt meist eine Darmspiegelung. Darmpolypen, Divertikel, Darmtumoren oder entzündliche Veränderungen der Darmschleimhaut des Dickdarms lassen sich mithilfe dieser Untersuchung, die Fachleute als Koloskopie bezeichnen, feststellen.

Zudem besteht die Möglichkeit, während der Untersuchung eine Gewebeprobe (Biopsie) zu entnehmen. Die Probe wird anschließend feingeweblich auf Zellveränderungen untersucht. Entdeckte Darmpolypen werden normalerweise noch während der Darmspiegelung komplett entfernt.

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