Mit 10 Prozent Unterschied

Weidel und Chrupalla als AfD-Chefs wiedergewählt


Aktualisiert am 04.07.2026 – 14:01 UhrLesedauer: 2 Min.

AfD-Chefs Chrupalla, Weidel in Erfurt: Sie bleiben weiter als Duo an der Spitze.

AfD-Chefs Chrupalla und Weidel in Erfurt: Sie bleiben weiter als Duo an der Spitze. (Quelle: Katharina Kausche/dpa)

Alice Weidel und Tino Chrupalla bleiben an der Spitze der AfD. Auf dem Bundesparteitag in Erfurt werden sie bestätigt. Einer erhält ein deutlich besseres Ergebnis.

Alice Weidel und Tino Chrupalla sind als Bundesvorsitzende der AfD bestätigt worden. Bei den Vorstandswahlen in der Erfurter Messe am Samstag erhielt Chrupalla von den rund 600 versammelten Delegierten 70,05 Prozent Zustimmung (393 Ja-Stimmen, 168 Nein, 15 Enthaltungen), Weidel erhielt kurz darauf 81,31 Prozent Zustimmung (461 Ja-Stimmen, 106 Nein, 13 Enthaltungen).

Das Duo Weidel-Chrupalla sei ein „Erfolgsduo“, sagte Chrupalla in der Rede, mit der er den Bundesparteitag eröffnete. Der letzte Bundesvorstand sei insgesamt der „erfolgreichste“ in der Geschichte der AfD. Der neue Vorstand solle in dessen Tradition stehen.

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Nein-Stimmen-Kampagne löste Verstimmungen aus

Das Ergebnis war in der Halle mit Spannung erwartet worden. Die AfD führt seit Monaten Lagerkämpfe in mehreren Landesverbänden. Weidel und Chrupalla hatten sich dabei teils auf unterschiedlichen Seiten positioniert. Ohnehin werden sie von unterschiedlichen Strömungen in der Partei unterstützt. Bei der letzten Vorstandswahl vor zwei Jahren hatte eine vermutete Nein-Stimmen-Kampagne gegen Weidel aus Chrupallas Lager Verstimmungen an der Spitze ausgelöst.

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Neben Chrupalla und Weidel werden am Samstag zwölf weitere Mitglieder des Vorstands bestimmt. Dabei kündigten sich vorab mehrere Kampfkandidaturen an.

2029 wird ein wichtiges Jahr für die AfD-Chefs

Chrupalla steht bereits seit 2019 an der Spitze der in Teilen rechtsextremen AfD, seit 2021 in einer Doppelspitze mit Alice Weidel. In Personalunion sind beide auch Chefs der Fraktion im Bundestag. Chrupalla, der aus Sachsen stammt, soll den Osten repräsentieren sowie die Arbeiter ansprechen. Die ehemalige Unternehmensberaterin Weidel hingegen soll den Westen und die Oberschicht repräsentieren.

Im Herbst stehen für die AfD die bisher wichtigsten Wahlen an: In Sachsen-Anhalt hat sie Chancen auf eine Alleinregierung. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie von der dafür notwendigen Zustimmung noch ein gutes Stück entfernt, ist aber auch dort mit Abstand stärkste Kraft.

Im Jahr 2029 steht mit einer Bundestags-, einer Europa- und mehreren Landtagswahlen, darunter in Chrupallas Heimat Sachsen, zudem ein Superwahljahr an. Die AfD-Spitze stellt sich schon jetzt strategisch dafür auf.

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