Der verletzungsbedingte Rückschlag, den Musiala erlitten hat, bringt jetzt auch Bundestrainer Julian Nagelsmann in die Bredouille, der seinen Kader für das letzte Länderspielfenster vor der WM im Sommer in Amerika am Donnerstag nominieren wird. Ob Musiala dabei auf seiner Liste stehen wird, obwohl er derzeit angeschlagen ist, wird dabei speziell in München mit Spannung erwartet.
Wie t-online weiß, erachten die Bayern-Bosse eine solche Nominierung nämlich nicht für sinnvoll. Im Gegenteil. Die harte Haltung der Münchner ist folgende: Musiala ist verletzt, also kann er auch nicht für die Nationalelf nominiert werden. Stattdessen liegt der Fokus der Bayern ganz klar darauf, dass der Nationalspieler weiterhin in München medizinisch betreut wird und auch dort behutsam weiter an seinem Comeback arbeitet.
Allerdings besteht für die Bayern von der Fifa eine Abstellungspflicht zu den Nationalteams. Ein möglicher Kompromiss: Nagelsmann könnte Musiala theoretisch auch nominieren, ohne ihn bei den Spielen einzusetzen, um ihn aber trotzdem im Rahmen des Lehrgangs wieder ins Nationalteam zu integrieren.
Der Bundestrainer hatte noch betont, wie wichtig es für ihn sei, Musiala bei den anstehenden Länderspielen in der Schweiz (27.3.) und gegen Ghana (30.3.) dabeizuhaben. „Bei Kai (Havertz, Anm. d. Red.) und Jamal ist es schon ratsam, dass sie im März zurückkehren, weil sie eine gefühlte Ewigkeit nicht dabei waren. Jamal habe ich bei der Nationalmannschaft über zehn Monate nicht mehr gesehen, Kai noch länger nicht“, sagte Nagelsmann Anfang des Monats dem „Kicker“.
„Sie kennen einige Dinge, die wir seitdem gemacht haben, nur in der Theorie aus Gesprächen mit mir. Da ist es schon wertvoll, dass sie wieder dabei sind, weil es sonst irgendwann auch schwierig für sie wird, den Rhythmus zu finden im Kreise der Nationalmannschaft.“
Droht den Bayern jetzt also Streit mit Nagelsmann und dem DFB? Kompany wurde am Dienstag bei seiner Abschlusspressekonferenz auf dieses brisante Thema angesprochen. „Ich werde mit Julian Nagelsmann mal telefonieren – das habe ich absichtlich noch nicht gemacht, dass ich sagen kann, es ist noch nicht passiert“, sagte Kompany.
„Wir haben die gleichen Interessen: Wir wollen beide einen topfitten Jamal Musiala bekommen. Wir müssen das jetzt nur vernünftig hinbekommen“, führte er aus. „Er wird auf sein Top-Niveau zurückkehren, das ist eine Frage der Zeit. Aber wir haben eins zu eins die gleichen Prioritäten. Wenn er Top-Leistung für Bayern zeigt, wird er das auch für Deutschland tun.“









