Passanten staunen

Naturphänomen fegt über Bodensee


Aktualisiert am 11.06.2026 – 10:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Wasserhose über dem Bodensee (Symbolbild): Das Phänomen tritt dort regelmäßig auf, meist im August und September. (Quelle: Dr. Christoph Sommergruber/dpa)

Ein Wirbelsturm bildet sich über dem Bodensee, der Rüssel taucht ins Wasser und wirbelt es auf, während der Sturm in Richtung Land zieht. Passanten filmen das potenziell lebensgefährliche Ereignis.

Über dem Bodensee hat sich ein Tornado gebildet. Unter anderem die „Schwäbische Zeitung“ und das österreichische Nachrichtenportal „Vorarlberg Online“ veröffentlichten Aufnahmen, die erstaunte Leser von dem Wetterphänomen gemacht haben.

Darauf ist klar zu sehen, wie der Rüssel des Tornados die Wasseroberfläche berührt und das Wasser aufwirbelt – in einem solchen Fall wird ein Tornado als Wasserhose bezeichnet. Der Wirbelsturm am Mittwoch soll sich für fünf bis zehn Minuten gehalten haben. Die Bilder zeigen, wie sich der Schlauch des Sturms Richtung Ufer bewegt.

  • Trümmerfeld und Riesen-Schaden: Senior schrottet sündhaft teuren Sportwagen
  • Hitzewelle voraus: Wetter bringt Wüstentage nach Deutschland

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht von einer Wasserhose aus. Zwar gebe es an der Stelle des Sturmphänomens keine genauen Winddaten, hieß es. Aber die gesichteten Bilder legten einen Tornado über dem Wasser nahe.

Lebensgefährliches Phänomen forderte einst Todesopfer in Berlin

Wasserhosen auf dem Bodensee werden ungefähr zwei- bis dreimal pro Jahr beobachtet, vor allem aber im September: Die Wassertemperaturen begünstigen dann die Entstehung solcher Tornados, bei denen Windströme eine Querzirkulation anfachen. So kann laut DWD ein rotierender Aufwindschlauch entstehen.

Empfohlener externer Inhalt
Instagram

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Tornados über dem Wasser können sehr gefährlich werden – etwa, wenn sie Surfer oder Boote treffen. Der Tornado, der in Deutschland bisher die meisten Todesopfer forderte, war eine solche Wasserhose. Sie fegte im Juli 1901 über den Zeuthener See im Südosten Berlins und drehte ein Segelboot mehrfach im Kreis, bevor es kenterte. Drei Frauen und vier Kinder, die sich in der Kajüte befanden, ertranken. Die drei Männer, die während des Sturms an Deck geblieben waren, wurden aus dem Wasser gerettet.

Berichte über eventuelle Schäden, die die Wasserhose am Mittwoch angerichtet haben könnte, gab es nicht.

Share.
Exit mobile version