Kribbeln in den Fingern
Was ein Karpaltunnelsyndrom verursacht
Aktualisiert am 28.07.2026 – 13:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Karpaltunnelsyndrom kann unangenehm sein. Welche Ursachen stecken hinter der Erkrankung?
Bei einem Karpaltunnelsyndrom zeigen sich typischerweise Beschwerden in den Fingern und in der Hand. Vor allem in Daumen, Zeige- und Mittelfinger kann es zu einem Kribbeln oder tauben Gefühl kommen. Nachts schläft die betroffene Hand zudem häufig ein. Auch können in den Fingern Schmerzen auftreten, die mitunter in die Hand oder bis in den Arm ausstrahlen.
Karpaltunnelsyndrom: Mögliche Ursachen
Zu den typischen Symptomen bei einem Karpaltunnelsyndrom kommt es, wenn der im Handgelenk verlaufende Medianusnerv eingeengt wird, sodass Druck auf ihn entsteht. Das kann etwa passieren, wenn die danebenliegenden Sehnen gereizt sind und anschwellen und sich der Raum im Karpaltunnel verengt.
Nicht immer lässt sich ein eindeutiger Grund für das Karpaltunnelsyndrom ausmachen. In vielen Fällen trägt eher eine Kombination verschiedener Faktoren dazu bei, dass sich die Erkrankung entwickelt.

- Karpaltunnelsyndrom: Können Hausmittel helfen?
- Kühlen oder wärmen: Was lindert das Karpaltunnelsyndrom?
Über- und Fehlbelastungen als Risikofaktor
Sich wiederholende oder übermäßige Bewegungen der Hand und des Handgelenks können ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen oder es verstärken, etwa wenn diese mit ständigem Beugen und Strecken der Hand verbunden sind.
Das kann zum Beispiel bei folgenden Tätigkeiten und Berufsfeldern der Fall sein:
- Fließbandarbeit
- Reinigungstätigkeiten
- Gartenarbeit
- Forstarbeit
- Tätigkeit in der Landwirtschaft
- Fabrikarbeit
- Baustellenarbeit
- Berufsmusikern
Auch fortlaufende Vibrationen (etwa bei der Arbeit mit einem Presslufthammer, einer Kreissäge oder einem Steinbohrer) können sich ungünstig auf das Handgelenk auswirken.
Dass Bildschirmarbeit ein Karpaltunnelsyndrom auslöst, scheint Studien zufolge bislang eher unwahrscheinlich.
Verletzungen als Risikofaktor
Erkrankungen oder Verletzungen des Handgelenks, etwa ein gebrochenes oder verstauchtes Handgelenk oder wiederholte Sehnenscheidenentzündungen, können das Risiko für ein Karpaltunnelsyndrom erhöhen.
Ebenso können bestimmte Veränderungen im Bereich des Karpaltunnels diesen mitunter verengen und so das Erkrankungsrisiko steigern, etwa im Falle von Tumoren, einem Handgelenksganglion (einer flüssigkeitsgefüllten Zyste), der vermehrten Bildung von Bindegewebe oder abweichendem Knochenwachstum.
Auch operative Eingriffe am Handgelenk zählen zu den möglichen Risikofaktoren.
Anatomische Faktoren als Risikofaktor
Ist der Karpaltunnel von Natur aus schmaler, kann der Medianusnerv leichter eingeengt werden. Frauen sind häufiger vom Karpaltunnelsyndrom betroffen – möglicherweise, weil ihr Karpaltunnel im Verhältnis oft enger ist als der von Männern.
- Karpaltunnelsyndrom: Warum es häufig in der Schwangerschaft auftritt und was hilft











