Kurz erklärt

Was ein Darmdurchbruch ist und warum dabei jede Minute zählt


09.07.2026 – 15:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Mann mit Schmerzen (Symbolbild): Ein Darmdurchbruch verursacht meist starke Bauchschmerzen und ist ein medizinischer Notfall. (Quelle: Jelena Stanojkovic)

Britischen Medien zufolge ist Bonnie Tyler an den Folgen eines Darmdurchbruchs gestorben. Lesen Sie, was das ist und weshalb dabei Lebensgefahr besteht.

Von einem Darmdurchbruch sprechen Fachleute, wenn ein Loch in der Darmwand entsteht (sogenannte Darmperforation). Durch dieses können Darminhalt und mit ihm Bakterien in die Bauchhöhle gelangen. Als Folge kann es zu einer schweren Bauchfellentzündung (Peritonitis) kommen, die sich rasch zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung (Sepsis) entwickeln kann.

Welche Symptome treten bei einem Darmdurchbruch auf?

Typisch sind plötzlich einsetzende, sehr starke Bauchschmerzen. Der Bauch fühlt sich oft hart an und ist druckempfindlich. Des Weiteren können Fieber, Übelkeit, Erbrechen sowie ein schneller Puls hinzukommen. Bei diesen Beschwerden sollte sofort der Notruf (112) gewählt oder eine Notaufnahme aufgesucht werden.

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Darmdurchbruch: Was sind die Ursachen?

Ein Darmdurchbruch kann verschiedene Auslöser haben. Dazu gehören unter anderem:

  • eine Divertikulitis (Entzündung von Darmwandaussackungen),
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn,
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre,
  • Darmkrebs,
  • Darmverschluss oder
  • Verletzungen des Darms.

Auch nach Operationen oder Darmspiegelungen kann es in seltenen Fällen zu einer Perforation kommen.

Wie wird ein Darmdurchbruch behandelt?

Ein Darmdurchbruch ist ein medizinischer Notfall. In den meisten Fällen ist eine sofortige Operation erforderlich, um das Loch im Darm zu verschließen oder den betroffenen Darmabschnitt zu entfernen. Zusätzlich erhalten Betroffene Antibiotika und eine intensivmedizinische Behandlung, wenn bereits eine schwere Infektion vorliegt.

Wie gut sind die Heilungschancen?

Wie gut die Behandlung gelingt, hängt vor allem davon ab, wie schnell der Darmdurchbruch erkannt wird. Je früher operiert wird, desto besser sind die Chancen. Entscheidend ist außerdem, wie groß die Verletzung ist, wodurch sie verursacht wurde und ob sich bereits eine Bauchfellentzündung oder Blutvergiftung entwickelt hat. Kann der Eingriff frühzeitig erfolgen und ist der Allgemeinzustand gut, können sich viele Betroffene vollständig erholen. Ohne eine rasche Behandlung kann ein Darmdurchbruch innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.

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