Südtirol
Spaziergänger in Bikini und Badehose erhitzen die Gemüter
20.07.2026 – 12:41 UhrLesedauer: 2 Min.
„Bikini-Ärger“ in Meran, titelt ein Nachrichtenportal in Südtirol. Es seien sehr leicht bekleidete Menschen in der Innenstadt gesehen worden. Erlaubt ist das nicht.
Die anhaltende Hitze in der italienischen Kurstadt Meran bringt viele Urlauber dazu, auch abseits von Strand und Schwimmbad möglichst luftig unterwegs zu sein. Das löst zurzeit Diskussionen über angemessene Kleidung aus: Die ungewöhnlichen Szenen werden in den sozialen Medien und auf dem Nachrichtenportal „Südtirol News“ kontrovers diskutiert.
Am vergangenen Wochenende beobachteten Anwohner und Besucher unter anderem Touristen, die in Badebekleidung durch das Zentrum der Südtiroler Stadt schlenderten. Andere suchten Abkühlung an den Passer-Terrassen oder stiegen in Badehose am Wasserfall in der Gilf in den Fluss, heißt es.
„Eine Plage, dieser Massentourismus“, schreibt ein Leser in den Kommentaren zum Artikel. „Als gäbe es keine wichtigeren Probleme“, findet ein anderer.
Bikini-Verbot in der Altstadt und auf öffentlichen Straßen
Dabei weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass das Tragen von Badebekleidung oder das Herumlaufen mit freiem Oberkörper außerhalb ausgewiesener Badebereiche nicht erlaubt ist. Nach der Stadtpolizeiverordnung gilt das Verbot für die Altstadt und öffentliche Straßen. Ausnahmen bestehen lediglich an Orten wie den Thermen oder dem Lido.

Mit solchen Regeln steht Meran nicht allein da. In mehreren italienischen Urlaubsorten gelten ähnliche – teilweise deutlich strengere – Vorschriften. In Venedig oder am Comer See drohen Urlaubern, die in Badebekleidung oder oberkörperfrei durch die Stadt laufen oder auf den Stufen historischer Bauwerke essen, Bußgelder von bis zu 500 Euro. Zusätzlich kann ein zeitweiliges Aufenthaltsverbot verhängt werden.
Die Hitzeexzesse sind aber nicht nur diskussionswürdig, sie können auch gefährlich sein. Wer sich in Meran im Fluss Passer abkühlen möchte, sollte vorsichtig sein, schreibt „Südtirol News“. Zwar gilt das Wasser als sehr sauber, aus Sicherheitsgründen sind Schwimmen und Sprünge im Bereich der Passer-Terrassen jedoch verboten. Erlaubt ist es hier lediglich, die Füße im Wasser abzukühlen.










