1. FC Köln

Heiß diskutierte Trainerfrage: Warum es Wagner so schwer hat


23.09.2026 – 20:36 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 1083558936

René Wagner (Archivbild): Der Trainer hat es beim 1. FC Köln nicht leicht. (Quelle: IMAGO/Oliver Ruhnke)

Die Fans des 1. FC Köln diskutieren über Trainer René Wagner. Ist der 38-Jährige der Richtige für die Geißböcke? Was für den Trainer spricht und was nicht.

René Wagner hat nun erst einmal frei. Der Chefcoach des 1. FC Köln hat seinen Spielern und seinem Trainerteam fünf Tage Auszeit verordnet. Abstand gewinnen, zur Ruhe kommen, Akkus aufladen. Die vergangenen zweieinhalb Monate waren intensiv. Vorbereitung und Bundesliga-Start haben Kraft gekostet.

Am kommenden Montag beginnt die Arbeit wieder, wenn auch mit einem Rumpfkader, weil neun Profis auf Länderspielreise sind. Dennoch muss Wagner die Zeit nutzen. Er hat angekündigt, die jüngsten Enttäuschungen „mit Akribie“ aufarbeiten und an den Schwächen arbeiten zu wollen. Und genau das erwarten die Fans, denn es muss sofort besser werden. Am nächsten Spieltag kommt Borussia Mönchengladbach nach Müngersdorf, und diese 90 Minuten werden richtungsweisend für Wagner.

Warum Wagner in der Kritik steht

Die Gründe für Wagners schwaches Standing im FC-Umfeld liegen auf der Hand. Der 38-Jährige konnte mit seiner Mannschaft den Schwung aus dem Pokalsieg in Würzburg und dem Heimerfolg gegen Hoffenheim nicht nutzen. Klatsche in Stuttgart (1:4), dramatischer Leistungsabfall gegen Bremen (1:1) und haarsträubende Fehler beim bis dato punkt- und torlosen Hamburger SV (1:2). Kurzum: Der FC hat eine riesige Chance verspielt, sich früh in der Saison ein Punktepolster aufzubauen.

  • Geheime OP in Österreich: FC-Star kämpft um Karriere
  • Geheimtraining: Darum dürfen FC-Fans beim Training seltener zuschauen

Doch die Gründe liegen auch tiefer. Von dem angekündigten Offensivfußball ist noch nicht viel zu sehen. Die Laufdaten, welche auf Fitness, Intensität und Bereitschaft der Spieler hindeuten, sind deutlich rückläufig im Vergleich zur Vorsaison. Die Standardschwäche ist noch immer nicht behoben. Und saisonübergreifend stehen nun schon 19 Pflichtspiele in Folge ohne eine weiße Weste.

Apropos Serien: Der FC ist schon ein Jahr ohne Auswärtssieg, und auch wenn Wagner darauf verweist, dass er selbst erst seit Ende März als Cheftrainer im Amt ist: Er war zuvor Co-Trainer und somit durchaus mitverantwortlich für alles, was auch in der vergangenen Saison passiert ist. Und genau diesen Rucksack ist der 38-Jährige bislang nicht losgeworden.

Warum Wagner ein Hoffnungsträger sein kann

Dennoch gibt es auch gute Gründe, an den FC unter Wagner zu glauben. Allen voran ist der Kader spät fertig geworden – mit Ellyes Skhiri und Mikey Moore kamen die beiden Schlüsselfiguren in Defensive und Offensive erst zum Ende der Transferperiode. Insbesondere Moore konnte sich noch kaum mit seinen neuen Teamkollegen einspielen. Das Duo Moore/Saïd El Mala kann eines der aufregendsten der Liga werden, braucht aber noch Zeit.

Share.
Exit mobile version