Um die augenärztliche Entscheidung für oder gegen eine drucksenkende Therapie zu erleichtern, empfahl Lübke einen Risikokalkulator: Dieser ermöglicht es, das Erkrankungsrisiko anhand verschiedener Faktoren (Alter, Augeninnendruck, zentrale Hornhautdicke, Beurteilung des Sehnervenkopfs und Ergebnis der Gesichtsfelduntersuchung) zumindest ungefähr einzuschätzen.
Wenn danach ein Abwarten vertretbar erscheint, empfiehlt es sich, zunächst alle sechs Monate und (bei normalen Befunden) später in größeren Abständen den Sehnervkopf auf Veränderungen zu untersuchen sowie eine Gesichtsfeldmessung vorzunehmen. Mit dieser Strategie lässt sich eine lebenslange Behandlung mit drucksenkenden Augentropfen, die womöglich unnötig ist und oft Nebenwirkungen hat, verhindern. Und sobald sich bei den augenärztlichen Kontrollen Anzeichen für einen Übergang zum Glaukom ergeben, kann immer noch mit der Behandlung begonnen werden.










