Noch vor Weihnachten geplant
Direktbank bereitet große Änderung für ihre Kunden vor
Aktualisiert am 05.08.2026 – 11:57 UhrLesedauer: 3 Min.
Jahrelang mussten viele ING-Kunden bei einem wichtigen Bankprodukt auf andere Anbieter ausweichen. Das soll sich schon in den kommenden Monaten ändern.
Wie angekündigt, will die Direktbank ING noch in diesem Jahr eine der großen Lücken in ihrem Angebot schließen. ING-Deutschland-Chef Lars Stoy sagte der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt, das Ziel sei, dass möglichst viele Kundinnen und Kunden ihre Weihnachtsgeschenke bereits in diesem Jahr mit der ING-Kreditkarte kaufen können.
Stoy, der die hundertprozentige Tochter der niederländischen Großbank ING seit dem 1. Januar 2025 leitet, hatte im vergangenen Sommer eine Kreditkartenlösung für das Jahr 2026 in Aussicht gestellt. „Das steht dick auf dem Zettel und ist hoch priorisiert“, sagte der Manager damals. Gerade in den Ferien ärgern sich manche Kunden, dass die Direktbank bis heute keine echte Kreditkarte im Angebot hat, die etwa auf Reisen im Ausland bisweilen notwendig ist.
Bisherige Bezahlmöglichkeiten für ING-Kunden
Bisher können Kundinnen und Kunden entweder mit einer kostenlosen Visa Debitkarte oder mit einer kostenpflichtigen Girocard bezahlen. Die Visa Debitkarte bekommen Kunden bisher automatisch zum Girokonto ausgegeben. Jede Zahlung und Bargeldabhebung wird damit direkt und unmittelbar vom Girokonto abgebucht.
Die Girocard (ehemals EC-Karte) kann optional für eine monatliche Gebühr von 1,49 Euro hinzugebucht werden. Zudem lassen sich beide Karten für kontaktlose Zahlungen per Smartphone oder Smartwatch über Apple Pay oder Google Pay hinterlegen.
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Aus Verbrauchersicht führt eine Debitkarte beim Bezahlen im Ausland regelmäßig zu Problemen, da bei der Buchung von Mietwagen oder beim Hinterlegen von Hotelkautionen oft zwingend eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen verlangt wird. ING-Kunden mussten für diese Zwecke bislang auf Drittanbieter zurückgreifen.
Ob die neue Kreditkarte pro Monat etwas kosten wird und wie hoch die Gebühr ausfallen soll, steht bisher nicht fest. Ebenso ist noch nicht entschieden, ob die Kreditkarte an neue kostenpflichtige Premiumkontomodelle gekoppelt sein wird. Für ähnliche Kreditkarten verlangen Konkurrenzinstitute wie die Comdirect in der Regel Gebühren in Höhe von 1,90 Euro pro Monat. Bei der DKB werden 2,49 Euro pro Monat fällig, während die Deutsche Bank 39 Euro pro Jahr für die Mastercard verlangt.
