Massenandrang an Gipfel
Wanderer stehen an Berggipfel Schlange: Streit bricht aus
31.08.2026 – 12:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Zuletzt berichteten deutschsprachige Medien von einem Streit zweier Bergsteiger am Großglockner in Österreich. Auch in Wales wird gezankt, denn der Andrang am Mount Snowdon ist groß.
Wer einen Berg erklimmt, erwartet oben meist Ruhe, Aussicht und vielleicht ein schnelles Erinnerungsfoto. Auf dem höchsten Berg von Wales sieht die Realität derzeit anders aus. Am Gipfel des Snowdon bilden sich lange Warteschlangen. Wanderer müssen mitunter mehr als eine Stunde warten, bis sie den höchsten Punkt erreichen können. Das berichtet die BBC.
Der 1.085 Meter hohe Berg, dessen walisischer Name Yr Wyddfa lautet, liegt im Eryri-Nationalpark im Nordwesten von Wales. Er gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen Großbritanniens. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung besuchen jährlich mehr als 600.000 Menschen den Berg. Sie kommen zu Fuß oder mit der Bergbahn. Die Behörde bezeichnet Yr Wyddfa als den meistbesuchten Berg des Landes, während Ben Nevis in Schottland mit 1.345 Metern Höhe der höchste Gipfel der Insel ist.
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Besonders an schönen Sommertagen wird es eng auf dem Snowdon. Am Gipfel wollen zahlreiche Besucher den sogenannten Trig Point erreichen, einen Vermessungspunkt, der zugleich ein beliebtes Motiv für Erinnerungsfotos und Beiträge in sozialen Netzwerken ist. Auf den steinernen Stufen dorthin bilden sich deshalb immer wieder lange Schlangen.
In diesem Sommer löst der Andrang sogar Streit aus. Wie unter anderem BBC, „Independent“, „Guardian“ und „Times“ berichten, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Wartenden und Wanderern, die sich nicht in die Schlange einreihen wollten. Videos davon verbreiteten sich anschließend in sozialen Netzwerken.
Ein Wanderer wurde demnach ausgebuht, nachdem er an der Schlange vorbeigegangen war. Andere Bergsteiger argumentieren wiederum, dass niemand auf einem Berg verpflichtet sein könne, für ein Gipfelfoto anzustehen.
Erst am Samstag berichtete die BBC über eine Frau, die nach erfolgreicher Hüftoperation den Gipfel erklomm. Oben angekommen, stellte sie sich ordentlich an, um das berühmte Foto am Trig Point zu schießen. Doch weil die Sonne sank, drängelten sich immer mehr Menschen vor. Sie kehrte schließlich im schwindenden Tageslicht um, ohne das Bild gemacht zu haben.
