Reiseportal ermittelt

Diese kleine deutsche Gemeinde ist ein Touristenmagnet


30.09.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Fachwerkhaus im Europa-Park: Die kleine Gemeinde Rust lockt jedes Jahr rund 0,5 Prozent aller Deutschlandreisenden an. (Quelle: Michael Heuberger/imago)

Das Reiseportal HolidayCheck hat ermittelt, welche deutschen Orte bei Touristen beliebt sind. Ein kleiner Ort im Süden des Landes hat ein beeindruckendes Gäste-Einwohner-Verhältnis.

Mehr Touristen als Einwohner sind in beliebten Urlaubsorten keine Seltenheit. Doch in einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg erreicht das Verhältnis eine außergewöhnliche Dimension: Auf jeden Einwohner von Rust kommen rechnerisch rund 200 Gäste – und damit mehr als in jeden anderen Ort Deutschlands.

Das zeigt eine aktuelle Analyse von HolidayCheck. Das Reiseportal hat Tourismusdaten der Regionaldatenbank für das Jahr 2025 ausgewertet und mit 2024 verglichen. Einbezogen wurden Daten von über 2.000 Gemeinden und mehr als 80 Großstädten. Entscheidend für das Ranking ist die Zahl der Gästeankünfte im Verhältnis zur Einwohnerzahl.

Mit 199 Gästeankünften pro Einwohner (GpE) führt Rust diese Rangliste mit großem Abstand an. Auf Platz zwei kommt das Ostseebad Binz auf Rügen mit 79,2 Gästen pro Einwohner. Dahinter folgt Heringsdorf auf Usedom mit 70,8.

Europa-Park feierte 50-jähriges Jubiläum

Dass ausgerechnet Rust so viele Besucher anzieht, hat einen Grund: Die Gemeinde ist die Heimat des Europa-Parks. Deutschlands größter Freizeitpark feierte 2025 sein 50-jähriges Bestehen und nach eigenen Angaben zugleich einen Besucherrekord. Sieben Millionen Menschen kamen im Jubiläumsjahr in den Park. Seit der Eröffnung 1975 waren es insgesamt mehr als 150 Millionen.

Ein weiteres Ergebnis der Analyse von HolidayCheck bezieht sich auf die Aufenthaltsdauer: In 185 Landkreisen sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer gesunken, berichtet das Reiseportal. „In Plön stieg die Zahl der Übernachtungen um 42 Prozent, die Gäste blieben aber im Schnitt nur noch 4,4 statt 5,0 Nächte.“

Berlin verliert als Reiseziel an Bedeutung

Am längsten würden Urlauber nach wie vor an der Nordsee verweilen, heißt es. In Nordfriesland blieben Gäste durchschnittlich 5,7 Nächte und in Friesland 5,3 Nächte. In beiden Kreisen sei die Aufenthaltsdauer allerdings im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig gewesen.

Die Hauptstadt Berlin verliert laut HolidayCheck 2026 an Beliebtheit als Reiseziel. Die Stadt verzeichnet 2,7 Prozent weniger Gäste im Vergleich zum Vorjahr. Heidelberg dagegen habe mit einem Anstieg von 8,1 Prozent an Beliebtheit zugelegt und erstmals München überholt.

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