„20 Meter hohe Flammenfront“

Waldbrand in Spanien – Ort nahe Urlaubsregion evakuiert

Aktualisiert am 04.06.2026 – 02:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Waldbrand in Spanien. Nahe der Costa Blanca mussten Menschen evakuiert werden. (Archivbild) (Quelle: Eduardo Sanz)

Ein Waldbrand nahe Murcia hat das spanische Militär auf den Plan gerufen. Was Anwohner erlebten, klingt wie ein Albtraum.

Ein Waldbrand nahe der Stadt Murcia im Südosten Spaniens hat rund 100 Menschen zur Flucht gezwungen. Das Feuer brach kurz nach 15 Uhr im Regionalpark von Los Garres aus – innerhalb weniger Stunden gingen bei den Einsatzkräften mehr als 200 Notrufe ein, berichtete die spanische Nachrichtenseite „Sur“. Der Park ist etwa 45 Fahrminuten von der Costa Blanca entfernt.

Anwohner berichteten von Flammen, die bis zu 20 Meter hoch in den Himmel schlugen. Ein Augenzeuge schilderte laut „Sur“ die Lage eindringlich: „Ich spreche von einer vier Meter breiten Straße und einer 20 Meter hohen Flammenfront.“ Ein anderer Bewohner sagte: „Der ganze Himmel ist grau. Von hier aus kann man den Rauch sehen – und es brennt immer noch.“ Mehrere Anwohner wurden dabei gefilmt, wie sie Wasserflaschen sammelten, während die Flammen ihre Häuser bedrohten. Das Feuer war am Dienstag ausgebrochen.

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Bis zum Mittwochabend waren laut „Sur“ rund 170 Soldaten der Spezialeinheit UME (Militärische Notfalltruppe) zur Unterstützung der Feuerwehr und weiterer Einsatzkräfte mobilisiert worden. Außerdem wurden ein Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge eingesetzt.

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Mehrere Häuser evakuiert

Die Stadtverwaltung Murcia ordnete laut dem Bericht die vorsorgliche Evakuierung der am stärksten bedrohten Wohnhäuser an. Eine Person wurde wegen einer Brandverletzung behandelt. Bis zum Abend hatten die Flammen nach Behördenangaben bereits 82 Hektar Waldfläche erfasst.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez meldete sich auf X zu Wort: „Wir verfolgen mit Sorge die Entwicklung des Brandes in der Gemeinde Murcia, der zur Evakuierung mehrerer Wohnhäuser geführt hat. Die Regierung mobilisiert alle angeforderten Ressourcen, einschließlich der UME und Luftunterstützung, um bei der Bekämpfung des Feuers zu helfen.“

Der Bereich des Brandes, der den Wohnhäusern am nächsten lag, konnte laut Regionalpräsident Fernando López Miras in der Nacht zum Donnerstag eingedämmt werden. Sorgen bereitet den Behörden laut „Sur“ nun vor allem das unwegsame Berggelände – und eine mögliche Windveränderung. „Im Moment konzentriert sich das Personal auf das höhere, das bergige Gebiet, und insbesondere auf die Möglichkeit, dass der Wind drehen könnte“, sagte López Miras.

Los Garres liegt zwischen den Gemeinden Los Garres und Lages in der Provinz Murcia – rund 45 Minuten Fahrtzeit vom südlichen Ende der bei Urlaubern beliebten Costa Blanca entfernt. Der betroffene Bereich an der Cresta del Gallo, einem bei Wander-Anfängern wie erfahrenen Bergsteigern gleichermaßen geschätzten Ausflugsziel, steht im Zentrum des Brandgeschehens.

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