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Home » Waffenfund bei Berlin: Ermittler prüfen Agenten-Verdacht
Politik

Waffenfund bei Berlin: Ermittler prüfen Agenten-Verdacht

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 21, 2026
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Bundesanwaltschaft ermittelt

Waffenfund bei Berlin: Ermittler prüfen Agenten-Verdacht

Aktualisiert am 21.08.2026 – 15:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Fund in einem Wald bei Berlin hat Ermittlungen ausgelöst, die bis hin zu mutmaßlichen Anschlagsplänen führen (Archivbild). (Quelle: Robert Michael/dpa/dpa-bilder)

Eine Medienrecherche legt Ermittlungen zu einem Waffenfund nahe Berlin im vergangenen Jahr offen. Innenminister Dobrindt gibt Einblick in die Ermittlungen.

Ein Waffenversteck im Wald bei Berlin, ein Verdächtiger in rumänischer Haft und mutmaßliche Anschlagspläne: Knapp ein Jahr nach dem Fund von zwei Waffen und Munition in der Nähe der Hauptstadt kommen Ermittlungen zu einem Fall ans Licht, der laut Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) eine „hohe Gefährdungslage“ in der Bundesrepublik verdeutlicht.

„Fremde Mächte“ am Werk?

Im vergangenen Oktober habe der Verfassungsschutz von einem möglichen Waffenversteck im Wald am Rande von Berlin erfahren, sagte Dobrindt bei einer Pressekonferenz. Die Polizei habe das Versteck ausfindig gemacht und dort zwei Pistolen sowie Munition gefunden. Am Freitagmorgen hatten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ mit Verweis auf eine eigene Recherche zuerst über den Fund und die darauffolgenden Ermittlungen berichtet.

Den Medien zufolge gibt es Hinweise darauf, dass die Waffen im Auftrag russischer Geheimdienste hinterlegt wurden. Dobrindt erwähnte Russland am Freitag nicht. Eine Beteiligung „fremder Mächte“ sei aber nicht auszuschließen. Das laufende Verfahren werde weitere Erkenntnisse in dieser Hinsicht liefern.

Anschlagspläne in Rumänien

Der Generalbundesanwalt ermittelt im Zusammenhang mit dem Waffenversteck gegen einen Tatverdächtigen wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, so Dobrindt. Der Mann befinde sich derzeit in Rumänien in Haft. Die deutschen Ermittlungen gegen ihn laufen demnach weiter.

Die Sicherheitsbehörden vermuten, dass die gefundene Waffen samt Munition für Anschläge genutzt werden sollten. Es gebe auch Hinweise auf Anschlagspläne in Rumänien, wo der Verdächtige festgenommen worden sei, sagte Dobrindt. Ob es nur um Anschlagspläne in Rumänien oder auch andernorts – also gegebenenfalls auch Deutschland – geht, sagte Dobrindt nicht. Ermittlungen liefen gemeinsam mit rumänischen Behörden.

Fall bettet sich in hybride Bedrohungsszenarien ein

Der Festgenommene wird laut Dobrindt als „Low-Level-Agent“ betrachtet. Diese auch als „Wegwerf-Agenten“ bezeichneten Akteure sind keine professionellen Spione, sondern Handlanger fremder Nachrichtendienste. „Dieser Fall, der bettet sich ein in hybride Bedrohungsszenarien, ohne damit jetzt deutlich zu machen, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Fall und anderen aktuellen Vorfällen gibt“, so der Innenminister.

Vor zwei Wochen war am Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Ein infolge der Sperrung kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.

Auch in diesem Fall hatte Dobrindt den Verdacht geäußert, dass „fremde Mächte“ hinter dem Vorfall stünden. Forderungen, diese auch eindeutig öffentlich zu benennen, wies er aber zurück. Viele Politiker und Experten haben Russland im Verdacht.

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