Von Kirsten Ripper & Euronews
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Der deutsche Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) hat ein sowjetisches Geschütz aus dem Zweiten Weltkrieg aus der Neiße bei Forst in der Lausitz geborgen.
Die Waffe wurde bei Arbeiten an der Wasserstraße nahe der Grenze zu Polen, rund 20 Kilometer von Cottbus entfernt, entdeckt.
Das von der Roten Armee verwendete 76-mm-Infanteriegeschütz, Modell M1943, sei stark verrostet, aber ansonsten sehr gut erhalten, sagte Enrico Schnick vom KMBD dem Sender RBB.
„Das liegt daran, dass es im Schlamm und Sand der Neiße konserviert wurde. Ich kann mich an keinen ähnlichen Fund in unserer Region erinnern“, sagte der Kampfmittelräumexperte.
Die Stadt Forst in der Niederlausitz wurde bei schweren Kämpfen zwischen der deutschen Wehrmacht und der Roten Armee im April 1945 fast vollständig zerstört. Heute hat die Gemeinde im Spree-Neiße-Kreis rund 17.000 Einwohner.
Niederlausitz Aktuell veröffentlichte außerdem Videos der Bergungsaktion.
Nach Angaben der Berliner Morgenpost wurden in der Sowjetunion vor allem während des Zweiten Weltkriegs mehr als 5.000 Geschütze des Typs M1943 hergestellt.
Die Waffe ist jedoch offenbar nicht für ein Museum bestimmt. Schnick sagte, es befinde sich nun auf dem Abbaugelände des KMBD in Kummersdorf und werde voraussichtlich „ordnungsgemäß entsorgt“.
Funde von Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg sind in Europa keine Seltenheit.
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