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Home » Wadephul rechnet mit mehr als 1 Milliarde Dollar für Sudan
Politik

Wadephul rechnet mit mehr als 1 Milliarde Dollar für Sudan

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 15, 2026
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Wadephul rechnet mit mehr als 1 Milliarde Dollar für Sudan

Humanitäre Krise

Deutschland gibt Millionen für Menschen im Sudan

15.04.2026 – 16:09 UhrLesedauer: 3 Min.

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In den Nachbarländern des Sudan haben 4,5 Millionen Menschen Zuflucht gesucht. (Archivbild) (Quelle: Eva-Maria Krafczyk/dpa/dpa-bilder)

Drei Jahre nach Kriegsbeginn im Sudan hat in Berlin eine internationale Konferenz über humanitäre Hilfen beraten. Deutschland beteiligt sich mit 212 Millionen Euro.

Deutschland stellt zur Linderung der Not im Sudan 212 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung. Dies kündigte Außenminister Johann Wadephul am Mittwoch zum Auftakt einer internationalen Geberkonferenz in Berlin an. Ziel des eintägigen Treffens ist es, Finanzierungszusagen von insgesamt mehr als einer Milliarde Dollar für das von einem Bürgerkrieg erschütterte Land zu sammeln. Der Konflikt, der in sein drittes Jahr gehe, werde mit äußerster Brutalität geführt und habe die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart ausgelöst, sagte Wadephul. Er rief andere Staaten, Organisationen und die Privatwirtschaft auf, sich an den Hilfen zu beteiligen.

Deutschland richtete die Geberkonferenz im Auswärtigen Amt gemeinsam mit anderen Ländern aus – Ko-Gastgeber war der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Mahmoud Ali Youssouf. Unter den Teilnehmern waren die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, die britische Außenministerin Yvette Cooper und der französische Chefdiplomat Jean-Noël Barrot. Auch Nichtregierungsorganisationen waren vertreten.

„Es treffen jetzt immer noch Zusagen ein“, sagte Wadephul kurz vor Beginn der Konferenz im Deutschlandfunk. „Wir wollen mehr erreichen als bei der letzten Konferenz in London – das war eine Milliarde Dollar“.

AU-Kommissionspräsident Youssef hatte am Dienstag nach einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) konkrete Ergebnisse und Hilfszusagen angemahnt. Es müsse darum gehen, „wie wir das sudanesische Volk am besten unterstützen können“, sagte er.

Merz betonte, der Konflikt im Sudan sei „die größte humanitäre Krise der Gegenwart“, stehe aber „nicht sehr häufig im Blickwinkel unserer öffentlichen Wahrnehmung“. Wadephul mahnte, die „humanitäre Katastrophe“ im Sudan dürfe trotz der aktuellen Lage in der Ukraine und im Iran nicht vergessen werden.

Ziel der Konferenz war neben der Mobilisierung von Hilfen auch eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen. In dem drittgrößten Land Afrikas liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit drei Jahren einen erbitterten Machtkampf. Vertreter der Konfliktparteien im Sudan nahmen an der Konferenz in Berlin nicht teil.

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