Auf dem Caravan Salon

VW zeigt seinen ersten Elektro-Camper


13.08.2026 – 10:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Derzeit nur auf einer Zeichnung zu sehen: VW zeigt auf dem Caravan Salon den ID. California Cruise. (Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge)

VW erweitert sein Camperangebot um ein elektrisches Modell. Auf dem Caravan Salon gibt der Hersteller einen ersten Ausblick. Bis zur Serie sind allerdings noch einige Fragen offen.

Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf zeigt VW Nutzfahrzeuge den ID. California Cruise, einen Camper auf Basis des elektrischen ID. Buzz. Noch ist er eine Studie, soll aber ein Startpunkt sein: VW kündigt eine ganze Familie batterieelektrischer Campervans an, die schrittweise bis 2028 auf den Markt kommen soll.

Zu den technischen Daten gibt es noch keine Angaben. Details will VW erst bei der Premiere auf dem Caravan Salon nennen, der vom 28. August bis zum 6. September stattfindet. Damit bleibt unter anderem offen, welchen Antrieb und welche Batterie der Camper erhält, wie groß seine Reichweite ausfällt und wie schwer er wird.

  • Neuheiten auf dem Caravan Salon: Eine Camping-Tradition stirbt langsam aus

Den ID. Buzz als Basisfahrzeug bietet VW mit mehreren Antriebsvarianten an. Die Leistung reicht von 140 kW (190 PS) über 210 kW (286 PS) bis zum allradgetriebenen GTX mit 250 kW (340 PS). Je nach Batterie werden Reichweiten zwischen 359 und 485 Kilometern angegeben.

Gewicht und Reichweite verursachten Probleme

Gewicht und Reichweite sind bei einem elektrischen Camper entscheidend. VW hatte schon einmal an einem California auf Basis des ID. Buzz gearbeitet, das Projekt aber 2023 zunächst gestoppt. Damals bestätigte Volkswagen, dass das durch den Campingausbau zwangsläufig höhere Gewicht mit dem verfügbaren Elektroantrieb nicht zufriedenstellend kompensiert werden könne. Schätzungen zufolge hätte ein ID. Buzz California mit einer dem damaligen California vergleichbaren Ausstattung die Marke von drei Tonnen überschritten.

Das hatte gleich zwei Folgen. Mehr Gewicht verringert die Reichweite – ein Nachteil, der bei einem Reisemobil besonders relevant ist. Gleichzeitig nähert sich das Fahrzeug damit der Grenze, die für viele Autofahrer auch beim Führerschein entscheidend ist.

Mit einem Führerschein der Klasse B dürfen derzeit grundsätzlich Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von höchstens 3,5 Tonnen gefahren werden. Bei einem schweren Basisfahrzeug bleibt damit entsprechend wenig Spielraum für Campingausbau, Passagiere, Gepäck und weitere Zuladung.

Neue Führerscheinregel schafft mehr Spielraum

Zumindest beim Führerschein gibt es Änderungen: Nach einer neuen EU-Führerscheinrichtlinie sollen Inhaber eines Führerscheins der Klasse B Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4,25 Tonnen fahren dürfen. Bis die neue Grenze in Deutschland praktisch genutzt werden kann, dauert es allerdings noch. Die EU-Mitgliedstaaten haben bis 2029 Zeit, die Vorgaben in nationales Recht zu übertragen. Zudem kann für das Fahren der schwereren Wohnmobile ein spezielles Training oder eine Prüfung verlangt werden.

Weitere VW-Neuheit auf dem Caravan Salon

Modular und leicht: VW verspricht mit den aufblasbaren Möbeln ein flexibles Konzept. (Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge/ACHIM HARTMANN)

Neben dem Elektro-Camper zeigt VW gemeinsam mit Stuff Bubble neue Campingmodule für den California Beach und den Multivan. Dazu gehören eine weniger als zehn Kilogramm schwere aufblasbare Küche mit geschlossenem Wasserkreislauf sowie ein zweiteiliges Bettsystem mit einer Liegefläche von bis zu 2,00 mal 1,34 Meter. Beide Konzepte sollen sich von einer Person innerhalb weniger Minuten aufbauen und wieder platzsparend verstauen lassen.

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