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Home » Vor zwei Jahren Zweitligist – jetzt droht der freie Fall
Sport

Vor zwei Jahren Zweitligist – jetzt droht der freie Fall

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 12, 2026
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Traditionsklub in der Krise

Vor zwei Jahren Zweitligist – jetzt droht der freie Fall


12.09.2026 – 08:45 UhrLesedauer: 4 Min.

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Die Spieler des SSV Ulm: Die „Spatzen“ laufen aktuell den eigenen Erwartungen hinterher. (Quelle: IMAGO/Lucca Fundel)

Der SSV Ulm schaffte vor wenigen Jahren den Durchmarsch aus der Regionalliga in die 2. Liga. Jetzt gehen die „Spatzen“ den Weg zurück – und noch weiter?

Fans des SSV Ulm fahren aktuell Achterbahn, zumindest emotional. Seit der Saison 2022/23 spielt Ulm Jahr für Jahr nie in derselben Liga. Zunächst lief alles gut. Aus der Regionalliga ging es in die 3. Liga und nach nur einem Jahr in die 2. Bundesliga.

Doch so rasant es für die „Spatzen“ nach oben ging, so rasant ging es in den Folgejahren auch wieder nach unten. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Aktuell ist Ulm Schlusslicht der Regionalliga Südwest. Der Druck vor dem Duell gegen den FSV Frankfurt am Samstag (ab 14 Uhr) ist groß.

Lob von Kompany, Abstiegskampf in der Liga

Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, da musste der FC Bayern in der ersten DFB-Pokalrunde zu einem der schwersten Lose. Der frisch aufgestiegene Zweitligist SSV Ulm empfing den Rekordmeister im Donaustadion. Das Team von Trainer Thomas Wörle rang Gästecoach Vincent Kompany vorab Respekt ab. Das Pressing, die Dominanz, die offensiv verteidigenden Außenverteidiger – Kompany sah einige Gründe für Lob. „Sie haben sich in den vergangenen zwei, drei Jahren echt gut entwickelt“, stellte der Belgier fest.

Vincent Kompany (l.) im Gespräch mit Thomas Wörle.Vergrößern des Bildes
Vincent Kompany (l.) im Gespräch mit Thomas Wörle. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto)

Kompany hatte recht. Schließlich war Ulm zwei Jahre in Folge aufgestiegen. Erst aus der Regionalliga Südwest in die 3. Liga, dann in die 2. Bundesliga. Unter Thomas Wörle, der zuvor auch schon mit den Bayern-Frauen Meister geworden war, hätte es nicht besser laufen können. Den Bayern konnte Ulm zwar kein Bein stellen, das Spiel endete 0:4, aber in den folgenden Wochen sammelten die „Spatzen“ einige Punkte in der Liga. Ulm hielt mit, stand nach sieben Spielen auf Rang zwölf, blieb aber meist der klare Außenseiter.

Die Vereinsverantwortlichen waren sich der Underdog-Rolle bewusst, sahen aber auch die Möglichkeiten mit den TV-Geldern in der 2. Liga im Vergleich zu den Ligen darunter. Der Klassenerhalt sollte unbedingt gelingen. Nach einem 0:1 gegen den 1. FC Köln im März 2025 hatte Ulm vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Trainer Thomas Wörle, der Macher des Erfolgs, musste gehen. U19-Trainer Robert Lechleiter übernahm. Die Rettung gelang ihm nicht, Ulm stieg ab.

Ein folgenschwerer Brandbrief

Nach dem Abstieg verlor Ulm den Großteil der Startelf. Torjäger Semir Telalović wechselte nach Nürnberg, die Stammverteidiger Niklas Kolbe (Hertha BSC), Bastian Allgeier (Hannover 96) sowie Romario Rösch und Philipp Strompf (beide VfL Bochum) blieben in der 2. Bundesliga. Kreativspieler Oliver Batista Meier verschlug es nach Münster, Stürmer Felix Higl nach Fürth. Auch die Leihen von Maurice Krattenmacher (FC Bayern) sowie Aaron Keller (Unterhaching) endeten.

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