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Home » Volkswagen will erstes Werk ab 2031 schließen
Wirtschaft

Volkswagen will erstes Werk ab 2031 schließen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 9, 2026
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Volkswagen will erstes Werk ab 2031 schließen

Aufsichtsrat berät heute

VW will vier Werke ab 2031 schließen


09.07.2026 – 09:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Eine Fabrik von VW (Archivbild): Neue Sparpläne bei VW verunsichern die Belegschaft. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa-bilder)

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Medienberichten zufolge plant Volkswagen vier Werksschließungen in den nächsten Jahren. 100.000 Arbeitsplätze wären betroffen.

Europas größter Autobauer Volkswagen will vier seiner deutschen Werke ab 2031 schließen. Das berichtet der „Spiegel“ mit Verweis auf Aufsichtsratskreisen. Demnach sollen zuerst die beiden Werke in Zwickau und Emden geschlossen werden, 2032 folgt dann das Werk in Hannover. Das Audi-Werk in Neckarsulm würde den Plänen zufolge 2034 dichtmachen. In diesen vier Werken arbeiten 40.000 Menschen.

Doch das ist nicht alles: Bis 2030 will der Konzern dem Magazin zufolge weitere 50.000 Stellen streichen. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ berichtet, dass VW weitere 100.000 Stellen abbauen will.

Niedersachsen will Umwidmung der VW-Werke ermöglichen

Die Pläne sollen am Donnerstag dem Aufsichtsrat vorgestellt werden. Diesem gehört auch das Land Niedersachsen an. Nach Angaben der „Wirtschaftswoche“ würde die Landesregierung einer Umwidmung der Werke nicht im Weg stehen. Es müsse nur sichergestellt werden, dass die Fabriken nicht ganz ohne Perspektive geschlossen würden. Gerade in Sachsen, wo das Werk in Zwickau auf der Streichliste steht, wäre dies angesichts der Stärke der AfD brandgefährlich.

Das Land ist mit 20 Prozent an VW beteiligt, Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und dessen Stellvertreterin Willie Hamburg sitzen dort im Aufsichtsrat. Zusammen mit den zehn Arbeitnehmervertretern sind sie in der Mehrheit – sogar deutlich, denn einer der eigentlich zehn Sitze der Kapitaleigner ist derzeit unbesetzt.

Dass die Vorschläge des Vorstands unverändert eine Mehrheit finden, gilt daher als nahezu ausgeschlossen. Zudem sind Kampfabstimmungen im VW-Kontrollorgan bisher die absolute Ausnahme. In aller Regel wird diskutiert, bis sich alle Seiten einig sind.

Bis 2030 werden schon 50.000 Stellen abgebaut

Zuletzt war es bei VW 2024 zum heftigen Tarifstreit gekommen. Mehrmals legte die IG Metall mit Warnstreiks die Produktion lahm. Auch damals standen Werksschließungen und Stellenabbau im Raum. Erst kurz vor Weihnachten kam es nach einem einwöchigen Verhandlungsmarathon zum Kompromiss. Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen, der Stellenabbau erfolgt vor allem über Altersteilzeit und Abfindungsprogramme.

Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

Die Ende 2024 vereinbarten Sparmaßnahmen reichten angesichts der sich verschärfenden Rahmenbedingungen nicht mehr aus, so Blume. Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und härter werdende Konkurrenz sorgten für Gegenwind, so der Konzernchef.

Das bisherige Geschäftsmodell von VW, in Europa zu entwickeln und zu produzieren und weltweit zu verkaufen, funktioniere daher nicht mehr. Der Konzern müsse sich neu aufstellen und die Kosten weiter senken. Und, so kündigte Blume bereits im Frühjahr an: „Wir werden jeden Stein umdrehen.“ Jetzt legt er dem Aufsichtsrat die Ergebnisse vor.

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