DFB-Sportdirektor wird deutlich
Völler-Klartext vor WM-Start: „Das wird es nicht mehr geben“
Aktualisiert am 28.05.2026 – 04:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf einer Pressekonferenz des DFB erinnert Rudi Völler an die aus deutscher Sicht missglückte Weltmeisterschaft 2022 in Katar – und gibt die Richtung für das Turnier nun in den USA, Kanada und Mexiko vor.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat für die Nationalmannschaft eine klare Lehre aus den politischen Debatten bei der vergangenen WM in Katar gezogen. Der Fokus beim am 11. Juni beginnenden Turnier in Kanada, Mexiko und den USA soll alleine auf den Fußball und den sportlichen Erfolg gerichtet werden.
„Das wird es nicht mehr geben, dass unmittelbar vor einem Spiel irgendwelche Aktionen oder Interviews gestartet werden“, sagte der 66-Jährige bei der Auftakt-Pressekonferenz zum Start der direkten Turnier-Vorbereitung des deutschen WM-Kaders in Herzogenaurach. Rückblick: Bei der WM 2022 in Katar gab es die Debatten um die Kapitänsbinde vor dem mit 1:2 verlorenen ersten WM-Gruppenspiel gegen Japan. Am Ende stand das Vorrunden-Aus.
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Vor dem Anpfiff des Japan-Spiels hatten sich die deutschen Spieler beim Teamfoto demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten. Sie protestierten so gegen die Politik im Gastgeberland. Ursprünglich wollte die DFB-Elf mit einer Regenbogen-Binde am Arm ihres damaligen Kapitäns Manuel Neuer auflaufen. Das war vom Weltverband Fifa untersagt worden. Die DFB-Elf verzettelte sich.
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„Keine Maulkörbe“
Man tue gut daran, Politik und Fußball „ein bisschen zu trennen“, sagte Völler daher Allerdings betonte Völler auch: Es werde im DFB-Team „keine Maulkörbe geben“, versicherte der ehemalige Teamchef.
Mehr noch: Man sei auch nicht unpolitisch. „Es gibt viele Dinge in der Welt, die uns allen nicht gefallen. Ich hätte auch lieber mehr Frieden überall“, sagte Völler. Aber das könne der Fußball nicht lösen. „Wir sind da, um eine Weltmeisterschaft zu spielen. Das geht vor. Wir sind Fußballer“, äußerte der Sportdirektor.










