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Politik

Ex-Regierungssprecher von Gerhard Schröder ist tot

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 3, 2026
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Ex-Regierungssprecher von Gerhard Schröder ist tot

Er arbeitete mit Gerhard Schröder

Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye ist tot

03.08.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Uwe-Karsten Heye: Er wurde 85 Jahre alt. (Quelle: Christoph Hardt/imago)

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Als Journalist, Redenschreiber und Regierungssprecher prägte Uwe-Karsten Heye die politische Kommunikation. Nun ist der langjährige SPD-Politiker gestorben.

Der frühere Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye ist tot. Heye starb bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 85 Jahren, wie der von ihm mitbegründete Verein „Gesicht zeigen!“ am Montag mitteilte. Heye war im Jahr 1998 der erste Sprecher der rot-grünen Bundesregierung des damals neu gewählten Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) geworden. Den Posten als Regierungssprecher übte er vier Jahre lang aus.

Das journalistische Handwerk hatte Heye unter anderem bei der „Süddeutschen Zeitung“ gelernt, für die er von 1968 bis 1973 als Korrespondent in Bonn arbeitete. Danach wurde er Redenschreiber des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, dessen Pressesprecher er auch nach dem Ende von Brandts Kanzlerschaft blieb. Ab 1979 arbeitete er als freier Journalist, von 1990 an war SPD-Mitglied Heye Sprecher der niedersächsischen Landesregierung unter Gerhard Schröder.

Einem breiteren Publikum wurde er auf Bundesebene nach dem Regierungswechsel 1998 bekannt, als er für die Außendarstellung der von einem holprigen Start geplagten rot-grünen Koalition zuständig war. Er erwarb sich einen Ruf als gelassener und loyaler Regierungssprecher. Nach der Bundestagswahl gab er das Amt an Bela Anda ab und ging für zwei Jahre als deutscher Generalkonsul nach New York.

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Heye war Chefredakteur und Buchautor

2006 wurde Heye Chefredakteur der SPD-Mitgliederzeitung „Vorwärts“; den Posten behielt er vier Jahre lang. Von sich reden machte der im Sudetenland geborene Heye auch als Buchautor – etwa mit dem Buch „Vom Glück nur ein Schatten. Eine deutsche Familiengeschichte“, in dem er den Lebensweg seiner Eltern erzählt. Das Werk wurde 2009 mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle verfilmt.

Engagiert war Heye zudem ab 2000 als Gründer und zeitweiliger Vorstandsvorsitzender des Vereins „Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland“, der sich gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus einsetzt. Der Vereinsvorstand würdigte Heye am Montag als „mutigen Menschen“: Eine „antifaschistische Haltung“ und das „persönliche Eintreten für eine freie und weltoffene Gesellschaft“ hätten ihn ausgezeichnet.

„Uwe-Karsten Heye hat Wahrheiten ausgesprochen und unserer Gesellschaft einen Spiegel vorgehalten“, erklärte der Verein. „Er wollte nie recht haben, sondern immer aufklären, informieren und mit dazu beitragen, dass sich Geschichte in Deutschland nicht wiederholt.“

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