In ganz Israel brachten Sirenen um 10:00 Uhr den Alltag zum Erliegen, Menschen blieben auf der Straße stehen, Autofahrer stiegen aus ihren Autos und öffentliche Verkehrsmittel hielten in Städten wie Jerusalem und Tel Aviv an. Der Tag ist dem Gedenken an die sechs Millionen im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden gewidmet.
In der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem fanden offizielle Zeremonien statt, an denen Präsident Isaac Herzog und Premierminister Benjamin Netanjahu teilnahmen. Die Veranstaltung umfasste die Niederlegung von Kränzen, die Verlesung der Namen der Opfer und Aussagen der Familien der Überlebenden und unterstrich damit die anhaltende Pflicht, über Generationen hinweg an die Shoah zu erinnern und sie zu lehren.
Am Montag meldete die Universität Tel Aviv im Jahr 2025 weltweit 20 Todesfälle durch antisemitische Angriffe und stellte fest, dass dies der höchste Stand seit über 30 Jahren sei. Forscher warnten, dass der weltweite Antisemitismus zunimmt, was dem diesjährigen Gedenken und seinem Aufruf zu Wachsamkeit, Bildung und dem Schutz jüdischer Gemeinden zusätzliches Gewicht verleiht.
