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Verteidigungsaktien stiegen am Donnerstag, nachdem die US-Intervention in Venezuela einer bereits nervösen Woche für die Märkte neue geopolitische Spannung verliehen hatte.
Europas Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungssektor erreichten Rekordniveaus, wobei die Anleger auf zunehmende Spannungen reagierten, etwa auf die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen in Venezuela oder auf Kommentare aus Washington D.C. über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA.
Die Erwartung, dass die Militärausgaben hoch bleiben, ließ den Sektor um mehr als 2 % zulegen, so der wichtigste europäische Benchmark für Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsaktien.
Die in London notierte BAE Systems stieg am Nachmittag um 5,24 %, während die deutsche Rheinmetall um 1,37 % zulegte und die italienische Leonardo um 2,55 % zulegte. Der schwedische Saab stieg um 2,39 % und der britische Gegenmaßnahmenspezialist Chemring legte um 0,79 % zu.
Auch US-Verteidigungsunternehmen legten im vorbörslichen Handel zu, insbesondere nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der ein US-Militärbudget in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar (1,3 Billionen Euro) im Jahr 2027 forderte.
Northrop Grumman verzeichnete im vorbörslichen Handel ein Plus von 8,52 % und Lockheed Martin notierte mit einem Plus von bis zu 7,67 %, während RTX um 3,78 % zulegte. Der kleinere Auftragnehmer Kratos verzeichnete ein Plus von 13,01 %.
In Asien war bereits früher am Tag eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen, wobei die japanische Mitsubishi Heavy Industries um 2,38 % zulegte.
Ähnlich entwickelten sich die Aktien im Februar 2022, als Russlands groß angelegte Invasion der Ukraine einen starken Anstieg des Aktienwerts europäischer Verteidigungswerte auslöste, beeinflusst durch die Vorhersage, dass die Militärbudgets steigen würden.
Der Sektor hat sich trotz der anhaltenden Invasion weiterhin gut entwickelt, und die düsteren Prognosen sprechen für ihn.
Ein weiteres Beispiel kam nach den Angriffen der Hamas auf Israel am 7. Oktober. In den Tagen nach dem Angriff stiegen die Anteile der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche um fast 6 %, während die Fluggesellschaften fielen.











