Hitziges Duell in Griechenland

VAR-Pech für Klopp-Team: DFB-Elf verpasst Revanche


Aktualisiert am 04.10.2026 – 23:13 UhrLesedauer: 3 Min.

Fragender Blick: DFB-Kapitän Florian Wirtz im Spiel gegen Griechenland. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara/imago-images-bilder)

Die deutsche Mannschaft startet stark in die Partie in Thessaloniki. Dann aber entwickelt sich ein anderes Spiel. Einmal jubelt die Klopp-Elf umsonst. Am Ende wird es hitzig.

Die deutsche Nationalmannschaft hat die Revanche für die überraschende 0:1-Heimniederlage vor einer Woche gegen Griechenland verpasst. Im Rückspiel in Thessaloniki kam die Elf von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp am Sonntagabend nicht über ein 0:0 hinaus. Nur drei Tage nach dem ersten Sieg der Klopp-Ära (2:0 gegen Serbien) setzte es nun also den nächsten Dämpfer.

In hitziger Atmosphäre im Toumba-Stadion verpasste es die deutsche Mannschaft besonders im ersten Durchgang, ihre optische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Pech hatte das DFB-Team, als ein Tor von Jonathan Burkardt durch Eingreifen des Videoschiedsrichters (VAR) wegen eines zuvor erfolgten Handspiels annulliert wurde (35. Minute). Nach der Pause aber wurden die Gastgeber zunehmend selbstbewusster, erarbeiteten sich auch selbst gute Chancen. Am Ende stand dennoch das torlose Unentschieden.

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Der Bundestrainer kommt damit bei seinem Vier-Spiele-Start in der Nations League nur auf fünf Punkte und rangiert in Gruppe 2 auf Platz drei hinter den Niederlanden und Griechenland. Das würde nicht zum Einzug ins Viertelfinale reichen. Mitte November geht es für Klopp mit den Gruppenspielen in Serbien und zum Abschluss in Berlin gegen die Niederlande weiter. Dann wird der 59-Jährige nicht mehr mit zwei Kadern und etlichen Neulingen experimentieren, sondern mit einem A-Team um Kapitän Joshua Kimmich den Sechs-Punkte-Endspurt anstreben. Der in der Abschlusstabelle womöglich ausschlaggebende direkte Vergleich mit den Griechen bei Punktegleichheit ist schon verloren.

So lief das Spiel

Pfiffe und Buhrufe bei der deutschen Nationalhymne setzten gleich eine aggressive Tonlage im Stadion von PAOK Saloniki, das sich allerdings danach nicht als Hexenkessel entpuppte. Die Marschroute von Klopps Elf dieses Mal nur auf drei Positionen veränderter Startelf ohne Länderspiel-Neuling war klar. Sie hieß: Anknüpfen an das dominante 2:0 gegen Serbien drei Tage zuvor in München.

Da hatte Jonas Urbig im Tor sein Debüt gegeben. Und Bayerns Nummer zwei durfte überraschend erneut ran – und stand dabei sofort im Fokus. Beim ersten griechischen Angriff über die linke Seite kam Giorgos Masouras völlig frei im Strafraum zum Kopfball. Urbig kratzte den Ball mit der Hand von der Linie – ein spektakulärer Reflex (2.). Es war ein Weckruf für Urbigs Vorderleute.

Der 23-jährige Florian Wirtz führte die DFB-Elf in seinem 48. Länderspiel erstmals als Kapitän an. Und der Spielgestalter des FC Liverpool hatte auch die erste gute Aktion. Sein Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht (8.).

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