UNESCO entscheidet
Neues Welterbe in Berlin? Alles hängt an dieser Siedlung
18.07.2026 – 19:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Berlin könnte schon bald um eine Welterbestätte reicher sein. In den kommenden Tagen entscheidet die UNESCO, ob eine bekannte Siedlung den begehrten Titel erhält.
Für die Waldsiedlung Zehlendorf im Südwesten Berlins beginnt eine entscheidende Woche: Das UNESCO-Welterbekomitee berät ab Sonntag im südkoreanischen Busan über neue Einträge auf der Liste der Kultur- und Naturerbestätten. Die Beratungen dauern bis zum 29. Juli.
Deutschland hat die vor rund hundert Jahren errichtete Waldsiedlung Zehlendorf als Erweiterung der bestehenden Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“ nominiert. Die Bauhaus-Siedlung, die im Volksmund auch „Papageiensiedlung“ genannt wird, gilt als aussichtsreiche Kandidatin. Über den Antrag wird voraussichtlich am 27. Juli entschieden.
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In der Hauptstadt gibt es mit den Schlössern und Parks von Potsdam und Berlin, der Museumsinsel und den Siedlungen der Berliner Moderne bereits drei UNESCO-Welterbestätten.
Mehr als 30 neue Bewerbungen
Insgesamt entscheidet das Komitee über mehr als 30 neue Nominierungen. Dazu gehört auch der Antrag Frankreichs, die D-Day-Landungsstrände in der Normandie als UNESCO-Welterbestätte anerkennen zu lassen. Am 6. Juni 1944 landeten dort Soldaten der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs.
Neben den Neuaufnahmen beschäftigt sich das Gremium mit dem Schutz bestehender Welterbestätten. Derzeit gelten 53 Stätten als gefährdet. Neben kriegerischen Konflikten bedrohen zunehmend auch die Folgen des Klimawandels das Kultur- und Naturerbe.
Weltweit umfasst die UNESCO-Liste derzeit 1248 Kultur- und Naturstätten in 170 Ländern. Dazu zählen unter anderem die Pyramiden von Gizeh in Ägypten, das Great Barrier Reef in Australien und die Inka-Stadt Machu Picchu in Peru. Deutschland verfügt bislang über 52 Kulturerbestätten und drei Naturerbestätten.
