Mitarbeiterin ins Krankenhaus gebracht
Unbekannter verübt Säure-Anschlag auf Rathaus
23.03.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 1 Min.
Als eine Behördenmitarbeiterin die Post holen will, bemerkt sie eine stinkende Flüssigkeit. Die Frau kommt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.
In Nordrhein-Westfalen hat ein bisher unbekannter Täter das Rathaus der 80.000-Einwohner-Stadt Troisdorf mutmaßlich mit Säure angegriffen. Die Feuerwehr sperrte am Montag den Haupteingang des Gebäudes ab.
Laut Radio Bonn fiel die Attacke zunächst einer Ratshausmitarbeiterin auf. Als die Frau gegen 7.30 Uhr die Post holen wollte, habe sie einen starken Gestank wahrgenommen, berichtete der Sender.
Sie sei mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte ein Sprecher der Stadt. Näheres zu ihrem gesundheitlichen Zustand sei derzeit nicht bekannt.
Bei der stinkenden Flüssigkeit soll es sich um Buttersäure handeln. Die Säure wurde dem Stadtsprecher zufolge auf dem Boden vor dem Rathaus festgestellt, außerdem an den Briefkästen. Bisher sei unklar, ob auch die Briefkästen der Parteifraktionen betroffen sind.
Der Betrieb im Rathaus laufe weiter, hieß es. Die Bürgerinnen und Bürger werden laut Stadt am Hintereingang in Empfang genommen. Alle Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit der Polizei erfolgen, hieß es. Nach ersten Messungen bestehe keine Gefahr für die Besucherinnen und Besucher.
Buttersäure ist eine farblose Flüssigkeit, die für ihren unangenehmen, extrem beißenden Geruch bekannt ist. Oft wird er mit Erbrochenem oder Fäulnis verglichen. Troisdorf ist die bevölkerungsreichste Stadt im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis und liegt zwischen Köln und Bonn.











