„Glücksgefühle“-Festival
Entschuldigung an Alphaville – Umfrage mit klarem Ergebnis
Aktualisiert am 04.09.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Das „Glücksgefühle“-Festival von Lukas Podolski gerät in einen Shitstorm. Der FC-Kicker reagiert deutlich. So fällt auch eine Umfrage zu dem Eklat aus.
Der Streit um die Ausladung der Band Alphaville vom „Glücksgefühle“-Festival in dieser Woche hat die Gemüter vieler erregt – in einer nicht repräsentativen Umfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online zeichnet sich ein deutliches Meinungsbild ab.
Demnach haben sich 63,5 Prozent der Teilnehmer (1.112 Abstimmende) für die Position des Festival-Mitbetreibers Lukas Podolski, früher Star beim 1. FC Köln, ausgesprochen. Podolski hatte am Donnerstag erklärt, die Ausladung der Band sei Fehler gewesen und Künstler sollten ihre Meinung auch auf der Bühne äußern dürfen.
34,3 Prozent beziehungsweise 381 Teilnehmer vertraten dagegen die Ansicht, Festivals sollten politische Aussagen grundsätzlich vermeiden und die Debatte werde insgesamt übertrieben. Lediglich 2,2 Prozent (25 Stimmen) gaben an, keine klare Meinung zu dem Thema zu haben.
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Streit um Ausladung von Alphaville bei Festival von Lukas Podolski – darum ging es
Auslöser der Debatte war die Ausladung der Band Alphaville von ihrem für Freitag geplanten Auftritt beim „Glücksgefühle“-Festival auf dem Hockenheimring. Nach Darstellung der Veranstalter konnte man sich zuvor nicht darauf einigen, politische Äußerungen auf der Bühne zu unterlassen.
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Der Manager der Band erklärte hingegen, es sei konkret um Aussagen gegen rechts und für Demokratie gegangen. Alphaville-Sänger Marian Gold machte die Absage öffentlich und verglich die Begründung mit einem „Maulkorberlass“. Bei früheren Konzerten hatte sich Gold wiederholt gegen rechtsradikale Tendenzen sowie für Freiheit, Toleranz und Demokratie positioniert.
Das Festival wird seit 2023 von Lukas Podolski gemeinsam mit Markus Krampe veranstaltet. Nachdem sich zunächst vor allem Krampe öffentlich zu der Kritik geäußert und die Entscheidung inzwischen als Fehler bezeichnet hatte, meldete sich am Donnerstag auch Podolski zu Wort.
Die FC-Legende hatte ein Foto des Festivals in sozialen Netzwerken geteilt und dazu geschrieben: „Wer mich kennt, weiß, wie ich ticke. Für mich zählt der Mensch, egal, wo jemand herkommt oder woran er glaubt.“ Zur Meinungsfreiheit ergänzte er: „Jeder darf seine Meinung sagen und auch mal Kante zeigen. Im Stadion genauso wie auf der Bühne.“
