„Der Witz des Jahres“

Uli Hoeneß wettert gegen Länderspielpause


11.10.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 1 Min.

Kritischer Blick: Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago-images-bilder)

Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters äußert sich zur wochenlangen Unterbrechung des Ligabetriebs – und attackiert einen Verband.

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat mit deutlicher Kritik an der Planung der Länderspiele auf die verpasste Tabellenführung des Fußball-Rekordmeisters reagiert.

Es sei „eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen“, sagte Hoeneß mit Blick auf die lange Länderspielphase bei „Bild“: „Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt. Dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal.“

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Die Bayern waren am Samstag nur zu einem 2:2 (0:1) beim FC Augsburg gekommen und hatten es verpasst, in der Tabelle an Borussia Dortmund vorbeizuziehen. Zuletzt hatte die Bundesliga wegen der Nations League so lange wie noch nie während einer laufenden Saison pausiert. Jedoch ist für den Kalender nicht die von Hoeneß deswegen angezählte Europäische Fußball-Union (Uefa), sondern der Weltverband Fifa verantwortlich.

FC Bayern „der große Leidtragende dieser langen WM“

„Die Vereine“, polterte Hoeneß dennoch, müssten sich „endlich mal durchsetzen, weil wir bezahlen die Spieler und nicht die Nationalmannschaften“. Dass die Uefa einen „albernen Wettbewerb wie die Nations League“ vorziehe, sei „der Witz des Jahres“. Letztlich seien die Bayern so auch „der große Leidtragende dieser langen WM“, weil infolge des Turniers nur wenig Zeit zur Vorbereitung geblieben sei, betonte Hoeneß.

Bayerns Vorstandchef Jan-Christian Dreesen hatte den neuen Kalender dagegen gelobt. Er sei „für den Klubfußball besser“ und für alle Beteiligten der richtige Weg, sagte er im September bei Sky.

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