Rückholaktion aus Nahem Osten
Tui fliegt Urlauber mit Golf-Airlines aus
03.03.2026 – 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Deutsche Reisende werden aus der Golfregion zurückgeholt. Die Aktion wird mehrere Tage dauern, wie ein Tui-Sprecher auf t-online-Anfrage mitteilt.
Der Reisekonzern Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte Tui-Sprecher Aage Dünhaupt t-online. „Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können.“ Erste Flüge sollten nach München gehen.
Zudem stünden eigene Flugzeuge von Tui Fly bereit. „Zurzeit haben nur die großen Golf-Fluglinien die Erlaubnis, aus- und einzufliegen. Europäische Fluglinien haben noch keine Operationsmöglichkeit“, so Dünhaupt. Tui Fly fliege eigentlich nicht planmäßig in die Golfregion, würde aber sofort reagieren, wenn Sonderverkehrsrechte erteilt werden.
Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden kann, hänge von der Sicherheitslage ab. Außerdem ist die Zahl der Europäer, die sich in der Region befindet und zurück in die Heimat will, extrem groß. 30.000 Deutsche, allein 5.000 davon sind Kreuzfahrtpassagiere der „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“, sitzen fest. Es wird davon ausgegangen, dass auch mehr als 150.000 Briten und mehr als 300.000 Franzosen in der Golfregion ausharren. „Das wird ein komplexer Prozess“, so Dünhaupt. Die beiden von Tui Cruises betriebenen Kreuzfahrtschiffe lägen glücklicherweise in Städten mit großen Flughäfen (Abu Dhabi und Doha), wo der Verkehr langsam wieder anläuft.
Tui sei mit „fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt“. So kann jederzeit über Neuigkeiten, Bustransfers oder Flüge informiert werden. Die beiden Kreuzfahrtschiffe würden ebenfalls in näherer Zukunft aus der Region zurückgeholt. „Durch den Suezkanal fahren wir nicht mehr“, sagt Dünhaupt. Die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ werden seiner Aussage nach um das afrikanische „Kap der Guten Hoffnung“ in nördliche Gewässer wie Atlantik, Nord- und Ostsee gefahren.
Außenminister Johann Wadephul hatte sich am Montag auch von der Lufthansa Kapazitäten zur Rückholung Deutscher zusichern lassen.










