Hitzewelle in Aachen
Tropennächte erwartet: Stadt und Wetterdienst warnen
22.06.2026 – 14:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Aachen stöhnt unter einer mehrtägigen Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starker Wärmebelastung – und auch Tropennächte sind in Sicht.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Aachen und die Region vor starker Wärmebelastung. Die Warnung gilt von Dienstag, 23. Juni, bis einschließlich Freitag, 26. Juni. Auch für Samstag, 27. Juni, hält der DWD eine starke Wärmebelastung der Stufe 1 für möglich.
Eine Warnung vor starker Wärmebelastung wird vom DWD ausgegeben, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. Dieser liegt in der Regel bei etwa 32 Grad Celsius, kann je nach Wetterlage aber etwas niedriger oder höher ausfallen. Für die erste Warnstufe berücksichtigt der DWD außerdem, ob sich die Luft nachts ausreichend abkühlt.
Bleiben die Temperaturen auch nachts hoch, kann sich der Körper schlechter erholen. Bei sogenannten Tropennächten mit mehr als 20 Grad Celsius sinkt häufig die Schlafqualität. Dadurch wird Hitze am Folgetag oft als noch belastender empfunden.
Von extremer Wärmebelastung spricht der DWD, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen Wert von 38 Grad Celsius überschreitet. Das entspricht der zweiten Warnstufe.
Aachen ächzt unter der Hitze: Gefahr für Kinder, ältere Personen und Kranke
Hitze kann für Menschen jeden Alters gesundheitlich belastend sein, erklärt die Stadt Aachen am Montag in einer Mitteilung. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Personen, die sich viel im Freien aufhalten. Die Stadt Aachen verweist deshalb auf Verhaltenstipps des Umweltbundesamtes im sogenannten „Hitzeknigge“ sowie auf eigene Informationen unter aachen.de/hitze. Dort finden Bürgerinnen und Bürger unter anderem Hinweise zu gesundheitlichen Folgen von Hitze, praktische Tipps und eine Karte mit kühlen Orten.
An heißen Tagen raten Fachleute dazu, besonders auf gefährdete Personen zu achten. Wichtig ist zudem, ausreichend zu trinken – möglichst mindestens zwei Liter am Tag. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßter Tee oder andere mineralstoffhaltige Getränke. Alkohol, stark gezuckerte Getränke und zu viel Koffein sollten vermieden werden, da sie den Körper zusätzlich belasten können.
Auch die Ernährung sollte an heißen Tagen angepasst werden. Empfehlenswert sind leichte Speisen wie Gemüse, Salate und wasserreiches Obst. Schwere Mahlzeiten können den Kreislauf zusätzlich beanspruchen. Sport und körperliche Anstrengung sollten möglichst in die frühen Morgenstunden oder auf den späteren Abend verlegt werden. In der Mittagshitze sollten anstrengende Aktivitäten vermieden werden.
Hitze in Aachen: Sonnenschutz nicht vergessen
Wichtig ist außerdem ein ausreichender Sonnenschutz. Dazu gehören leichte, schützende Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme für unbedeckte Hautstellen. Räume sollten möglichst früh vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und abgedunkelt werden. Gelüftet werden sollte vor allem nachts und am frühen Morgen. Sobald die Temperaturen steigen, bleiben Fenster besser geschlossen.
Kinder und Tiere dürfen bei Hitze keinesfalls in geparkten Autos zurückgelassen werden. Fahrzeuge können sich innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen.











