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Home » Trockenheit durch El Niño: Schiffsverkehr im Panama-Kanal gedrosselt
Wirtschaft

Trockenheit durch El Niño: Schiffsverkehr im Panama-Kanal gedrosselt

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 21, 2026
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Engpass im Welthandel

Panama-Kanal: Reederei zahlt Millionen für die Durchfahrt


Aktualisiert am 21.08.2026 – 08:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Panama-Kanal: El Niño und der Konflikt in Nahost lösten einen Engpass aus. (Quelle: Matias Delacroix/dpa)

Der Panama-Kanal wird zum teuren Nadelöhr: Wegen des Iran-Kriegs und des Klimaphänomens El Niño zahlen Frachtschiffe enorme Summen, um Warteschlangen zu umgehen.

Die Gebühren für die Durchfahrt durch den Panama-Kanal erreichen neue Rekordwerte: Ein Frachter zahlte Berichten zufolge vergangene Woche vier Millionen US-Dollar, um die Warteschlange zu umgehen – mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt der Vorwoche. Grund sind einem Bericht des britischen „Guardian“ zufolge die Auswirkungen des Iran-Kriegs, der wichtige Routen blockiert, und das Klimaphänomen El Niño, das die Wasserstände im Kanal sinken lässt. Die Wartezeiten für eine Durchfahrt von besonders großen Frachtschiffen liegen demnach bei rund zehn Tagen, so lang wie seit Monaten nicht mehr.

Die Welt steht nach Einschätzung von Experten erst am Anfang des El-Niño-Phänomens, das das Wettergeschehen in den kommenden Monaten stark beeinflussen könnte. Erste Auswirkungen sind bereits spürbar: In der Region rund um den Panama-Kanal hat El Niño bereits jetzt ungewöhnliche Trockenheit ausgelöst. Der Schiffsverkehr soll daher ab September reduziert werden.

Wegen des gegenwärtigen El Niño sei es „im Einzugsgebiet des Kanals zu geringeren Niederschlägen als prognostiziert“ gekommen, erklärte der Betreiber Panama Canal Authority (ACP) am Donnerstag. Ab dem 3. September dürfen daher nur noch bis zu 34 Schiffe durch die Wasserstraße fahren. Ab Mitte September sollen es nur noch bis zu 32 sein. Derzeit durchqueren täglich 36 Schiffe die Verbindung.

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Schleusen benötigen große Wassermengen

Fünf Prozent des weltweiten Seehandels passieren die Wasserstraße. Der rund 80 Kilometer lange Panama-Kanal verbindet den Atlantik und den Pazifik. US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr gedroht, den einst von den USA gebauten Kanal wieder in Besitz zu nehmen. Die USA hatten den Kanal lange selbst betrieben, 1999 übertrugen sie die Kontrolle auf Panama.

Für den Betrieb der Schleusen des Kanals sind große Wassermengen nötig – sie werden aus einem von zwei Seen gespeisten Wassereinzugsgebiet entnommen. Die Wasserpegel in den Seen seien infolge der negativen Auswirkungen des El-Niño-Phänomens gesunken, erklärte ACP.

Frachtschiff am Panama-Kanal: Trump beklagt immer wieder angeblichen chinesischen Einfluss.Vergrößern des Bildes
Frachtschiff am Panama-Kanal. (Quelle: Matias Delacroix)

Rekordpreis: 4 Millionen US-Dollar für Durchfahrt

Neben den niedrigen Wasserständen im Kanal sei ein weiterer Grund für die Engpässe auch der Iran-Krieg. Händler von Öl, Erdgas, Düngemitteln und Chemikalien, insbesondere in Asien, suchen nach alternativen Routen, da der Verkehr an zwei wichtigen Transitpunkten im Persischen Golf – der Straße von Hormus und seit Kurzem auch Bab al-Mandab – stark eingeschränkt ist. Der Weg durch den Panama-Kanal ist für Schiffe zwischen den USA und Asien beliebt, da sie in der Regel Kosten und Transitzeiten reduziert.

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