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Home » Tourismus bricht ein – doch ein Land profitiert
Leben

Tourismus bricht ein – doch ein Land profitiert

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 9, 2026
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Tourismus bricht ein – doch ein Land profitiert

Iran-Krieg

Besonders ein Land profitiert von der Tourismus-Krise


09.04.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Kreidefelsen auf Rügen: Die Deutschen verreisen vermehrt im eigenen Land. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Andreas Vitting/imago)

Der Iran-Krieg trifft den globalen Tourismus hart. Buchungen brechen ein, Flüge werden teurer – doch ein Land profitiert massiv.

Ein zentrales Problem ist, dass wichtige Flugrouten wegfallen. Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha können teilweise nicht mehr genutzt werden. Airlines müssen ausweichen, Flüge werden länger und teurer. Laut „Tagesschau“ steigen die Preise im Fernreisebereich bereits spürbar. Gleichzeitig melden Branchenexperten weniger Verbindungen und ein reduziertes Angebot.

Die Folgen sind messbar. Im März sank der Buchungsumsatz deutscher Reisebüros um mehr als 11 Prozent, die Zahl der gebuchten Urlaube sogar um 15 Prozent, wie eine Analyse des Handelsblatts zeigt. Besonders stark betroffen sind klassische Fernreiseziele – auch weil steigende Energiepreise die Kosten zusätzlich antreiben.

Besonders deutlich zeigt sich der Effekt in Regionen, die geografisch oder gefühlt nah am Konflikt liegen. So brachen die Buchungen für die Vereinigten Arabischen Emirate um mehr als 90 Prozent ein. Auch Länder wie Ägypten oder die Türkei verzeichnen deutliche Rückgänge.

Dabei geht es weniger um konkrete Gefahren vor Ort als um ein gestiegenes Unsicherheitsgefühl. Selbst Griechenland verliert zeitweise an Nachfrage, denn viele Reisende vermeiden aktuell das gesamte östliche Mittelmeer.

Auch bei Fernreisezielen wie Thailand gehen die Touristenzahlen spürbar zurück. Kurz vor dem traditionellen Neujahrsfest Songkran vom 13. bis 15. April, das als Hochsaison für den Tourismus gilt, melden Branchenvertreter deutlich weniger Buchungen. Auf der Insel Ko Samui gingen die Buchungen laut dpa-Berichten teils um rund 50 Prozent zurück. Fähren und Flüge seien deutlich teurer geworden, internationale Tickets hätten sich teilweise nahezu verdoppelt, zitierte das Blatt Ratchaporn Poolsawat, den Vizepräsidenten des thailändischen Tourismusverbandes.

Der Tourismus bricht jedoch nicht komplett ein, sondern verlagert sich lediglich. Besonders stark profitiert derzeit der Inlandstourismus: In Deutschland stieg der Reiseumsatz um mehr als 60 Prozent. Auch Ziele in Europa sind stärker gefragt. Laut Tui entfallen inzwischen rund drei Viertel der Sommerbuchungen auf europäische Länder.

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