Auch die eigentliche Anreise hat es in sich. Der Flughafen Paro (PBH) ist aktuell der einzige internationale Flughafen in Bhutan. Gelegen in einem engen Himalaja-Tal auf 2.200 Metern Höhe, gilt er aufgrund der anspruchsvollen Bedingungen und einer kurzen Landebahn als einer der weltweit schwierigsten Flughäfen. Nur speziell geschulte Piloten dürfen hier bei Tageslicht landen und abheben.
Wer von Deutschland aus nach Bhutan reisen möchte, würde üblicherweise als ersten Stopp Delhi (Indien), Bangkok (Thailand) oder Kathmandu (Nepal) wählen. Von dort aus starten die einzigen Airlines, die Bhutan anfliegen dürfen – Druk Air und Bhutan Airlines.
Teuer und schlecht erreichbar: Bhutan ist nichts für die schnelle Auszeit. Aber was macht dann das Geheimnis des Landes aus? Yeishan Goel, Gründer des Reiseunternehmens Himalayan Echoes, erklärte kürzlich der BBC: „Das Land funktioniert wie eine Medizin für erschöpfte, moderne Reisende. Es zieht Menschen an, die glauben, sie hätten die Welt bereits gesehen – und nun nach etwas Tieferem suchen.“
Goel empfiehlt Besuchern deshalb auch ruhigere Erlebnisse: etwa eine private Segnung mit einem hochrangigen Mönch, Zeit mit einer Textilweberin zu verbringen, die ihr Handwerk seit Generationen ausübt, oder ein gemeinsames Essen in einem abgelegenen Bauernhaus in einem Tal. „Diese Eindrücke bleiben oft stärker im Gedächtnis als die großen Sehenswürdigkeiten“, sagt er.
Goel wirbt auch dafür, Bhutan mit dem Motorrad zu bereisen – was nur mit einem einheimischen Begleiter an der Seite möglich ist. Es sei dennoch „eine der intensivsten Arten, die Größe und Einsamkeit des Landes zu erleben“, sagt er – und betont zugleich, dass Wandern ebenso essenziell sein kann. Am wichtigsten sei jedoch, dass Bhutan entschleunigend wirken könne. „Das gibt Besuchern die seltene Chance, innezuhalten und nachzudenken. Und genau das suchen viele, die hierherkommen“, sagt er. „Auch wenn sie es zunächst selbst nicht merken.“











