Frankreich greift durch
Total deckelt Preise an 3.300 Tankstellen
23.07.2026 – 10:37 UhrLesedauer: 1 Min.
Während Frankreich die Spritpreise deckelt, plant Berlin keine neue Unterstützung für Autofahrer. Ein Energiekonzern greift nun zu einer drastischen Maßnahme und nennt eine überraschende Begründung.
Der Konflikt mit dem Iran treibt die Kraftstoffpreise in Europa nach oben. In Frankreich reagiert der Energiekonzern Total und stoppt die Teuerung an seinen Zapfsäulen. Die deutsche Bundesregierung dagegen plant keine erneute Unterstützung für Autofahrer.
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Preisgarantie an 3.300 Zapfsäulen
Der Mineralölriese Total begrenzt ab sofort seine Preise in Frankreich. An den rund 3.300 Stationen des Unternehmens kostet der Liter Benzin höchstens 1,99 Euro. Für Diesel gilt ein Limit von 2,25 Euro. Eine Ausnahme macht der Konzern an drei Augustwochenenden. Um Urlauber im dichten Reiseverkehr zu entlasten, sinkt der Dieselpreis zur Hauptreisezeit ebenfalls auf maximal 1,99 Euro.
- Spritpreise kurz vor Allzeithoch: Reiche lehnt Hilfe ab
Konzern beugt sich dem Druck aus Paris
Zuvor hatte der französische Premierminister Sébastien Lecornu den Druck erhöht. Er forderte Total auf, die Bürger schnell und unkompliziert an den gestiegenen Gewinnen zu beteiligen. Das Kalkül des Konzerns geht auf. Mit der freiwilligen Preisbremse, die bereits im Mai und Juni galt, kontert das Unternehmen erfolgreich politische Forderungen nach einer Übergewinnsteuer.

Bundesregierung blockiert Hilfen
In Deutschland steigen die Kosten an den Tankstellen ungebremst weiter. In Berlin erteilte Regierungssprecher Stefan Kornelius neuen Entlastungen eine klare Absage: Die alten Hilfen seien beendet, neue werde es nicht geben. Er verwies auf die heftigen Preisschwankungen durch den Iran-Krieg und die Krise an der Straße von Hormus. Damit müsse man leben. Die Bundesregierung beobachtet die Situation, bleibt aber untätig.











