Vorfall in China

24 Stunden im Sarg: Tot geglaubte Frau wacht wieder auf

Aktualisiert am 22.09.2026 – 01:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Sarg in China (Symbolbild): Im Norden des Landes ist eine Seniorin lebendig in einem gekühlten Sarg aufgebahrt worden. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/nelson ng/imago)

Eine 70-jährige Chinesin wurde für tot gehalten und in einen gekühlten Sarg gelegt. Einen Tag später hörte die Familie ein Stöhnen.

Eine 70-jährige Frau ist in China für tot gehalten und in einem gekühlten Sarg aufgebahrt worden. Einen Tag später stellte die Familie jedoch fest, dass sie noch bei Bewusstsein war. Der Fall, über den mehrere chinesische Medien berichten, ereignete sich in einem Dorf in der nordchinesischen Provinz Hebei.

Die Seniorin hatte nach übereinstimmenden Berichten seit mehr als zehn Jahren an einer Hirnthrombose gelitten und war auch an Krebs erkrankt, der bereits im Körper gestreut hatte. Ärzte erklärten der Familie, dass es keine wirksame Behandlungsmöglichkeit mehr gebe. Die Angehörigen brachten die Frau daraufhin in ihr Heimatdorf zurück, um sie zu Hause zu pflegen.

Am Abend des 8. September schien die Frau nach Angaben der Familie keine Lebenszeichen mehr zu zeigen. Sie wurde für tot gehalten und in einen gemieteten Kühl-Sarg gelegt. So sollten Körper und Umgebung für einige Tage stabil gehalten werden, bis Verwandte aus anderen Orten zur Abschiednahme eintreffen konnten – eine in ländlichen Regionen Chinas verbreitete Praxis.

Angehörige hörten sie stöhnen

Nach mehr als 24 Stunden hörten Angehörige der Frau den Berichten zufolge ein leises Stöhnen aus dem Sarg. Die Familie öffnete das Gerät und stellte fest, dass die 70-Jährige wieder Lebenszeichen zeigte. Sie wurde daraufhin wieder aus dem Sarg geholt.

Bis zum 11. September war sie nach Angaben eines Verwandten zumindest zeitweise bei Bewusstsein und konnte die Augen öffnen. Ihr Zustand blieb jedoch äußerst kritisch, die Frau war nicht in der Lage zu essen oder zu trinken. In den Berichten heißt es, sie sei in der Folge verstorben – am 13. September wurde sie in ihrem Dorf schließlich beigesetzt.

Der Fall wurde zunächst durch einen Beitrag eines Angehörigen auf der chinesischen Kurzvideoplattform „Douyin“ bekannt. Darin hieß es, eine Verwandte sei nach einem Tag im Kühl-Sarg „wieder zum Leben erwacht“.

Ärzte vermuten einen Scheintod

Fachleute ordneten den Vorfall als einen möglichen Scheintod ein. In einem solchen Zustand sind Atmung und Herzschlag so schwach, dass sie für Laien kaum mehr zu erkennen sind. Chinesische Berichte verweisen auf medizinische Standards: Zur Feststellung des Todes werden unter anderem der Puls an der Halsschlagader, das Vorhandensein spontaner Atmung, die Reaktion der Pupillen, Zeichen von Sauerstoffmangel sowie ein Herzstromkurvenbild (EKG) herangezogen.

In den sozialen Netzwerken wurde auch darüber diskutiert, welche Rolle traditionelle Trauerbräuche spielen. Einige Menschen verwiesen auf Bräuche, nach denen Verstorbene mehrere Tage im Haus der Familie aufgebahrt wurden, bevor weitere Schritte erfolgten.

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