Tödlicher Unfall am Jungfernstieg
Deshalb wird wieder gegen den Fahrer ermittelt
23.04.2026 – 20:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Tod eines Familienvaters beschäftigt erneut die Justiz. Im Juli 2024 reißt ein junger Fahranfänger den Mann am Jungfernstieg in den Tod.
Vor fast zwei Jahren tötete ein damals 18 Jahre alter AMG-Fahrer einen Familienvater bei einem Verkehrsunfall am Hamburger Jungfernstieg. 2025 wurde das Verfahren eingestellt – jetzt könnte es doch noch zu einer Anklage kommen.
Die Witwe des getöteten Hochbahnmitarbeiters hat mit einer Beschwerde die Wiederaufnahme der Ermittlungen durchgesetzt. Die Generalstaatsanwaltschaft ordnete daraufhin an, den Fall neu aufzurollen. Zuerst hatten das „Abendblatt“ und die „Mopo“ darüber berichtet. Ob es tatsächlich zu einer Anklage kommt, ist allerdings offen.
Ein „ergänzendes Gutachten“ sei in Auftrag gegeben worden, liege aber noch nicht vor, sagte Oberstaatsanwältin Melina Traumann dem „Abendblatt“. Sollte sich ein hinreichender Tatverdacht ergeben, könnte es zu einer Anklage gegen den Fahrer kommen. Wann die Ermittlungen abgeschlossen werden, sei derzeit unklar, so die Oberstaatsanwältin.
Der Aufprall schob den Transporter auf einen 39-jährigen Fußgänger. Der Hochbahnmitarbeiter erlag wenig später seinen Verletzungen und hinterließ seine Ehefrau und einen kleinen Sohn. Mit ihrer Beschwerde hat die Witwe erreicht, dass der Fall neu bewertet wird.










