Mit roter Flüssigkeit
Attacke auf Reza Pahlavi: Polizei passt Sicherheitsmaßnahmen an
Aktualisiert am 23.04.2026 – 15:16 UhrLesedauer: 2 Min.
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Reza Pahlavi ist in Berlin. Auf der Straße wird er mit einer Flüssigkeit beworfen. Zurück bleiben Flecken auf seinem Anzug.
Während seines Besuchs in Berlin ist Reza Pahlavi von einem unbekannten Mann angegriffen worden. Dieser bewarf den Schah-Sohn mit einer roten, dicken Flüssigkeit. Die Polizei teilte der Deutschen Presseagentur (dpa) am frühen Nachmittag zunächst mit, dass es sich dabei um Tomate gehandelt habe.
Später schränkte die Behörde ihre Angaben ein und sprach nur noch von einer roten Flüssigkeit. Aus Pahlavis Team hieß es weiterhin, dass es sich um Tomatensoße gehandelt habe.
Mehrere Fotos der Nachrichtenagenturen Reuters und AP zeigen Pahlavi vor der Bundespressekonferenz im Bezirk Mitte mit verschmiertem Jackett und Flecken im Nacken und in den Haaren.
Nach dem Angriff wurde ein Verdächtiger von Polizisten zu Boden gebracht und festgenommen, wie ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete. Laut eines Polizeisprechers wird der Mann von Ermittlern befragt. Dabei gehe es um die Feststellung seiner Identität und seines Motivs.
Er habe weder eine Akkreditierung, noch einen Presseausweis bei sich gehabt, schrieb die Polizei auf X. Er sei bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten. „Gegen ihn werden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung gegen Personen des politischen Lebens eingeleitet“, hieß es auf dem Kurznachrichtendienst weiter. Es werde geprüft, ob der Verdächtige in Gewahrsam bleibt. „Unsere Einsatzkräfte wurden sensibilisiert und die Sicherheitsmaßnahmen für den Gast nochmal angepasst.“
Die Attacke ereignete sich nach der Bundespressekonferenz, in der der iranische Oppositionspolitiker zu Gast war. Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs wirbt in Berlin für einen Wandel im Iran und warnt vor einer Beschwichtigungspolitik gegenüber dem iranischen Herrschaftssystem.
Er fordert, dass die europäischen Regierungen – auch die deutsche – aufhören, mit der Führung in Teheran zu verhandeln. „Meiner Ansicht nach hat Europa eine wichtige, sehr wichtige Rolle. Ich denke aber, Europa untergräbt selbst, was es tun könnte“, so Pahlavi, der sich aus dem US-Exil als Übergangsführer des Iran ins Spiel gebracht hat, zur dpa. Allerdings hat er innerhalb der Opposition auch Gegner, die ein Mitglied der ehemaligen Herrscherfamilie an der Staatsspitze vehement ablehnen.
In der Hauptstadt hält sich Reza Pahlavi als Privatperson auf. Treffen mit Mitgliedern der Bundesregierung sind nicht geplant.











