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Home » Tausendfacher Protest gegen die AfD
Politik

Tausendfacher Protest gegen die AfD

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 5, 2026
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Tausendfacher Protest gegen die AfD

AfD-Parteitag

Tausendfacher Protest gegen die AfD – Spitzenduo bestätigt

Aktualisiert am 05.07.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 4 Min.

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Über 30.000 Menschen beteiligten sich an Protesten gegen AfD-Parteitag. (Quelle: Heiko Rebsch/dpa/dpa-bilder)

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Zehntausende Menschen protestierten gegen die AfD. Davon sehen die Delegierten im Saal wenig. Sie bestätigen ihr Führungsduo.

Begleitet von lautstarken Straßenprotesten hat die AfD auf ihrem Parteitag Alice Weidel und Tino Chrupalla als Vorsitzende bestätigt. Mehr als 31.000 Menschen beteiligten sich nach Polizeiangaben in Erfurt an den Protesten. Die Bündnisse „Zusammenstehen“ und „Widersetzen“, die Kundgebungen, Demonstrationszüge und Blockaden organisierten, sprachen von etwa 50.000 Teilnehmern.

Weidel und Chrupalla wurden ohne Gegenkandidaten für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Weidel erhielt 81,3 Prozent und konnte sich damit minimal verbessern im Vergleich zur Wahl von 2024. Chrupalla schnitt mit rund 70 Prozent schwächer ab als damals, als er 83 Prozent Zustimmung erhielt. Hinterher sagte er, immerhin hätten ihm mehr als zwei Drittel der Delegierten ihre Stimme gegeben.

Größtenteils friedlicher Protest

Die Polizei, die mit mehreren Tausend Beamten im Einsatz war, sprach am Sonntag von einem „überwiegend friedlichen Verlauf“ des tausendfachen Protests. Der Parteitag begann trotz aller Proteste pünktlich, da die Delegierten teils in einem Hotel neben der Messe schliefen, teils schon früh am Morgen mit von der Polizei eskortierten Reisebussen zum Parteitagsgelände fuhren.

Journalisten attackiert

Bei den Protesten kam es zu Angriffen auf Medienschaffende, die Polizei führt dazu Ermittlungen. Polizeipräsident Thomas Quittenbaum sagte, drei Vertreter des Portals „Apollo News“ seien am Samstag körperlich angegriffen worden, die Polizei habe ihnen Hilfe geleistet. Einem Vertreter der „Jungen Freiheit“ sei sein Handy geraubt worden. Einige Tatverdächtige des Raubs wurden nach Angaben der Polizei bereits identifiziert.

„Apollo News“ hatte zuvor berichtet, eines seiner Reporterteams sei von Demonstranten attackiert worden. Der Chefredakteur schreibt auf der Plattform X, einem seiner Mitarbeiter sei gegen den Hinterkopf getreten worden.

Bundesparteitag der AfDVergrößern des Bildes
Viele AfD-Gegner kamen mit selbstgebastelten Protestschildern. (Quelle: Martin Schutt/dpa/dpa-bilder)

Polizeipräsident: Einsatzkonzept aufgegangen

Am Sonntag, während die AfD-Delegierten Rechnungsprüfer wählten und Satzungsfragen diskutierten, blieb es in Thüringens Landeshauptstadt ruhig. Es waren immer noch viele Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, auch von der Bundespolizei und aus anderen Bundesländern.

Die Polizei hatte sich nach Angaben von Landesinnenminister Georg Maier (SPD) generalstabsmäßig über Wochen auf den Großeinsatz vorbereitet, um sowohl der AfD als auch den Demonstranten das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu ermöglichen. Polizeipräsident Thomas Quittenbaum hob am Sonntag hervor, das Einsatzkonzept sei aufgegangen. Oberbürgermeister Andreas Horn sagte: „Erfurt hat Zeichen für lebendige Demokratie gesetzt.“

Insgesamt wurden laut Polizei 65 Straftaten und 13 Ordnungswidrigkeiten registriert – Sachbeschädigungen, Körperverletzungen sowie Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Elf Polizeibeamte seien leicht verletzt worden. Im Vorfeld hatte es nach Aufrufen im Internet Befürchtungen gegeben, dass es auch zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen könnte.

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