Dank des offenen Denkmals

Unter Köln funkelt ein Kronleuchter – heute darf man hinab


13.09.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Warum ein Kronleuchter in der Kanalisation hängt, können Besucher bei Führungen am Tag des offenen Denkmals ergründen. (Archivbild) (Quelle: Federico Gambarini/dpa/dpa-bilder)

Hinter Türen schauen, die sonst verschlossen bleiben: Zum Tag des offenen Denkmals öffnen an diesem Wochenende mehr als 160 Orte in Köln.

Köln zeigt an diesem Wochenende Seiten, die selbst viele Einheimische kaum kennen dürften. Beim „Tag des offenen Denkmals“ öffnen am 12. und 13. September mehr als 160 Denkmäler ihre Türen – von römischen Überresten über Kirchen und Siedlungen bis zu Bauwerken der Nachkriegsmoderne. Führungen, Vorträge und viele weitere Programmpunkte sind überwiegend kostenlos. Das diesjährige Motto lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.

Zu den besonderen Zielen gehört am Sonntag das WDR-Funkhaus am Wallrafplatz. Dort werden zwischen 10 und 17 Uhr halbstündlich kostenlose Führungen angeboten. Im Großen Sendesaal spielt außerdem das WDR Funkhausorchester um 12.30, 13.30 und 14.30 Uhr kurze Konzerte. Das zwischen 1948 und 1954 errichtete Funkhaus steht seit 1996 unter Denkmalschutz.

Hinab in Kölns Kanalisation

Ungewöhnlicher wird es unter dem Theodor-Heuss-Ring: Dort liegt der Kronleuchtersaal, ein weiterhin genutzter Teil des Kölner Abwassersystems aus dem 19. Jahrhundert. Seinen Namen verdankt der Raum tatsächlich Kronleuchtern, die zur Einweihung der Anlage angebracht wurden. Am Sonntag werden zwischen 13.30 und 16.30 Uhr Führungen angeboten – dafür ist allerdings eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Auch an anderen Stellen der Stadt geht es hinter sonst verschlossene Türen. Im Programm stehen unter anderem das Baptisterium am Kölner Dom, das historische Zeughaus, Nachkriegsarchitektur im Agrippabad und im Italienischen Kulturinstitut sowie Führungen durch mehrere denkmalgeschützte Kölner Siedlungen.

Wer spontan losziehen möchte, kann etwa der mittelalterlichen Kapelle St. Maria Magdalena und Lazarus einen Besuch abstattet. Diese ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, stündlich werden kurze Führungen angeboten. Eine Anmeldung ist dafür nicht nötig.

Das vollständige Programm lässt sich nach Stadtteil, Denkmal und Angebot durchsuchen. Für einige Besichtigungen ist eine Anmeldung nötig; Familienangebote und barrierefreie Veranstaltungen sind im Kölner Programm gesondert gekennzeichnet.

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