Close Menu
  • Deutschland
  • Politik
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Digital
  • Leben
  • Mobilität
  • Sport
  • Mehr
    • Panorama
    • Unterhaltung
    • Im Trend
    • Pressemitteilung
Gerade angesagt
Luka Dončić beendet Verlobung – Basketball-Star kämpft um Sorgerecht

Luka Dončić beendet Verlobung – Basketball-Star kämpft um Sorgerecht

März 11, 2026
„Alarm für Cobra 11“: RTL-Reihe kehrt überraschend zurück

„Alarm für Cobra 11“: RTL-Reihe kehrt überraschend zurück

März 11, 2026
Dorf Chippis droht Evakuierung wegen Riss in der Erde

Dorf Chippis droht Evakuierung wegen Riss in der Erde

März 11, 2026
Schmerzen im rechten Hoden und in der Leiste: Ein Notfall?

Schmerzen im rechten Hoden und in der Leiste: Ein Notfall?

März 11, 2026
Beliebte Felsformation Twelve Apostles soll Eintritt kosten

Beliebte Felsformation Twelve Apostles soll Eintritt kosten

März 11, 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram Pinterest
Deutsch Sprechen
Abonniere jetzt
  • Deutschland
  • Politik
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Digital
  • Leben
  • Mobilität
  • Sport
  • Mehr
    • Panorama
    • Unterhaltung
    • Im Trend
    • Pressemitteilung
Deutsch Sprechen
Home » Symptome, Stadien, Definition, Ursachen & Therapie
Gesundheit

Symptome, Stadien, Definition, Ursachen & Therapie

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 11, 2026
Share Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
Symptome, Stadien, Definition, Ursachen & Therapie

Zudem kann COPD innere Ursachen haben. In seltenen Fällen steckt etwa ein erblich bedingter Mangel an dem Eiweiß Alpha-1-Antitrypsin hinter der Lungenkrankheit. Dieser führt mit der Zeit zu einem Lungenemphysem, aus dem sich die chronisch obstruktive Lungenerkrankung entwickeln kann.

Weitere mögliche innere COPD-Ursachen sind:

  • ein erblich bedingter oder erworbener Mangel an Antikörpern
  • eine erblich bedingte Funktionsstörung der Flimmerhärchen tragenden Zellen (primäre Ziliendyskinesie), wodurch der Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien stark eingeschränkt ist
  • Frühgeburtlichkeit, wobei das spätere COPD-Risiko umso höher ist, je weniger das Kind bei der Geburt wiegt

Bei COPD ist eine frühzeitige Diagnose wichtig. Denn in frühen Stadien der Lungenkrankheit ist der Verlust an Lungenfunktion und Belastbarkeit am stärksten. Doch fast jeder dritte Fall bleibt bis zum fortgeschrittenen Stadium unerkannt.

Darum der Tipp: Lassen Sie Symptome wie morgendlichen Husten und gelegentliche Atemnot ärztlich abklären – auch wenn Sie dahinter nicht gleich eine Krankheit wie COPD vermuten.

Bei möglichen Anzeichen für COPD besteht der erste Schritt zur Diagnose meist darin, die Krankheitsgeschichte zu erfassen. Bei dieser Anamnese erkundigt sich die Ärztin oder der Arzt beispielsweise nach Schadstoffbelastungen der Lunge (etwa durch Rauchen oder am Arbeitsplatz), Allergien, Atemwegsinfekten und akuten Beschwerden.

Allein die Frage nach den AHA-Symptomen (Atemnot, Husten, Auswurf) kann richtungsweisend für die Diagnose sein: Wer über 40 Jahre alt ist, raucht und alle drei Symptome hat, ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent an COPD erkrankt.

Nach der Anamnese steht zunächst eine körperliche Untersuchung an. Wichtig für die COPD-Diagnose ist dabei vor allem die Begutachtung der Lunge. Hierzu wird die Ärztin oder der Arzt die Atemwege untersuchen sowie den Brustkorb abklopfen und abhören, um auf krankhafte Atemgeräusche zu prüfen.

Auf die körperliche Untersuchung folgen verschiedene weitere Untersuchungen, um die Diagnose zu sichern.

Um COPD sicher zu diagnostizieren, muss die Ärztin oder der Arzt die Lungenfunktion umfassend testen. Dazu eignet sich die Spirometrie: Das ist eine Routineuntersuchung in der Lungenfunktionsdiagnostik, mit der sich die Atmung messen und aufzeichnen lässt. Dabei wird unter anderem erfasst,

  • wie viel Luft die Lunge insgesamt aufnehmen kann,
  • wie viel Kraft die Testperson zum Ausatmen von Luft aus der Lunge aufwenden kann und
  • wie groß der Widerstand der Atemwege durch die verengten Bronchien ist.
Vergrößern des Bildes
Ein Mann beim Lungenfunktionstest: Bei der Spirometrie atmet man nach Anweisung in ein Mundstück, wobei Menge und Geschwindigkeit der ein- und ausgeatmeten Luft erfasst werden. (Quelle: Koldunova_Anna/getty-images-bilder)

Bei einer einfachen chronischen Bronchitis sind in der Spirometrie gewöhnlich keine erheblichen Veränderungen feststellbar. Hingegen zeigen sich bei COPD deutliche Anzeichen einer Verengung der Bronchien. Zudem sind bei einem Lungenemphysem die Luftmenge in der Lunge erhöht und die Kraft beim Ausatmen deutlich vermindert. Grund hierfür ist der Verlust von Lungengewebe.

Um COPD bei der Diagnose von Asthma zu unterscheiden, kommt zusätzlich ein Bronchospasmolyse-Test zum Einsatz. Dazu inhaliert die Testperson ein Medikament, das die Bronchien erweitert. Nach etwa zehn Minuten erfolgt ein erneuter Lungenfunktionstest:

  • Wenn die Luftwege dann nicht mehr verengt sind, spricht das für eine asthmatische Erkrankung.
  • Sind die Luftwege aber immer noch verengt, liegt eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung vor.

Blutuntersuchungen dienen bei COPD vor allem dazu, bei der Diagnose nach anderen Entzündungen oder Begleiterkrankungen zu suchen. Außerdem lässt sich nur mithilfe der Labordiagnostik eine seltene erbliche Ursache der Lungenkrankheit ausschließen: der Alpha-1-Antitrypsinmangel. Dazu wird der Alpha-1-Antitrypsin-Spiegel im Blut gemessen.

Daneben helfen Blutuntersuchungen, eine eventuelle Beeinträchtigung der Atemfunktion (Ateminsuffizienz) zu beurteilen und den Verlauf von COPD zu kontrollieren. Die entsprechende Untersuchung heißt Blutgasanalyse: Sie zeigt, wie viel Kohlendioxid und Sauerstoff im Blut enthalten sind, was Rückschlüsse auf die Lungenfunktion zulässt.

Bei COPD mit fortgeschrittenem Lungenemphysem sind auf dem Röntgenbild klassische Anzeichen der Lungenüberblähung zu sehen, wie etwa die fast waagerecht verlaufenden Rippen und das tief stehende Zwerchfell. Zudem ist das Bild der überblähten Lunge wegen des höheren Luftgehalts insgesamt durchscheinender als bei einer normalen Lunge.

Auch wenn bei COPD kein Lungenemphysem vorliegt, kann es sinnvoll sein, den Brustkorb zu röntgen. Etwa, um Entzündungen, Tumoren sowie eine Verdickung und/oder Erweiterung der rechten Herzkammer (Lungenherz beziehungsweise Cor pulmonale) auszuschließen.

Für die Basisdiagnostik bei COPD ist normalerweise die hausärztliche Praxis die richtige Anlaufstelle. Doch die weiterführende Diagnostik findet in der Regel in einer fachärztlichen Praxis für Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) statt.

Denn um COPD von anderen Erkrankungen (wie Asthma oder Tuberkulose) abgrenzen und die passende Therapie festlegen zu können, ist eine genaue Diagnose wichtig. Dazu sind spezielle Untersuchungen der Lunge nötig.

Eine davon ist die Ganzkörperplethysmografie: Sie dient dazu, Einschränkungen in der Lungenfunktion genauer zu beurteilen. Die Untersuchung läuft so ähnlich ab wie die Spirometrie, findet aber in einem kleinen luftdichten Raum statt.

Eine Bronchoskopie kann zum Einsatz kommen, um im Rahmen der COPD-Diagnose andere Krankheiten (wie etwa einen Lungentumor) auszuschließen. Dazu bekommt die zu untersuchende Person einen biegsamen Schlauch durch den Mund in die Atemwege geschoben. Durch eine kleine Kamera am Ende des Schlauchs kann die Ärztin oder der Arzt die Luftröhre und ihre großen Abzweigungen (Bronchien) betrachten. Gleichzeitig lassen sich Gewebeproben entnehmen, um sie feingeweblich zu untersuchen.

Als fortschreitende Krankheit durchläuft COPD mehrere Stadien mit unterschiedlichen Schweregraden. Den Schweregrad zu bestimmen (und regelmäßig zu kontrollieren) ist wichtig, um die Betroffenen bestmöglich behandeln zu können (was auch bedeutet, bei Bedarf die Behandlung der COPD an die jeweiligen Stufen anzupassen).

Üblicherweise unterteilen Fachleute die Schweregrade der COPD nach den sogenannten GOLD-Kriterien. Früher richteten sie sich dabei vorwiegend nach der Lungenfunktion. Doch mittlerweile gelten zunehmend andere Dinge als wichtiger, nämlich

  • wie oft es vorkommt, dass sich die Symptome deutlich verschlechtern (Exazerbationsrate) und
  • welche Symptome die Betroffenen nach eigenen Angaben (etwa in einem Fragebogen wie dem COPD Assessment Test) haben.

GOLD steht für Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease. Die Initiative wurde Ende der 1990er-Jahre von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem National Institute of Health (NIH) gegründet. Ziel ist es, die Krankheit stärker ins Bewusstsein zu rücken sowie ihre Diagnose und Behandlung zu verbessern.

Um den Schweregrad der Atemwegsverengung bei COPD zu bestimmen, sind Lungenfunktionstests dennoch unerlässlich. Entscheidend ist der hier ermittelte Lungenfunktionswert FEV1, auch Einsekundenkapazität genannt: FEV1 steht für forced expiratory volume in 1 second. Das heißt, der Wert gibt die größtmögliche Menge Luft an, die man innerhalb einer Sekunde ausatmen kann.

Der FEV1-Sollwert unterscheidet sich je nach Alter, Geschlecht und Größe individuell. Ist die Lungenfunktion durch COPD beeinträchtigt, liegt der FEV1-Wert unter diesem Sollwert. Danach werden vier COPD-Stadien unterschieden – von GOLD 1 (Stadium mit geringster Beeinträchtigung der Lungenfunktion) bis GOLD 4 (Stadium mit höchster Beeinträchtigung):

  • COPD GOLD 1 (leichtes Stadium): FEV1 liegt bei mindestens 80 % des Sollwertes
  • COPD GOLD 2 (mittleres Stadium): FEV1 liegt bei 50 % bis 79 % des Sollwertes
  • COPD GOLD 3 (schweres Stadium): FEV1 liegt bei 30 % bis 49 % des Sollwertes
  • COPD GOLD 4 (sehr schweres Stadium): FEV1 liegt unter 30 % des Sollwertes

Der Schweregrad der Atemwegsverengung stimmt aber nicht zwangsläufig mit dem Schweregrad der COPD überein: Leichtere Stadien nach GOLD können auch mit ausgeprägten COPD-Symptomen beziehungsweise einem stark beeinträchtigten Gesundheitszustand verbunden sein – und umgekehrt.

Um den Schweregrad der Erkrankung zu bestimmen, sind daher die Symptome und deren Verschlimmerungen besser geeignet als die COPD-Stadien nach GOLD. Für die Wahl der richtigen Therapie sind also (in einem Gespräch oder mithilfe von standardisierten Fragebögen) vor allem die folgenden Fragen zu klären:

  1. Wie oft kam es in den vergangenen zwölf Monaten zu Symptomverschlimmerungen (Exazerbationen)?
  2. Wie stark sind die Symptome individuell ausgeprägt?

Je nach dem so ermittelten Schweregrad der COPD werden die Betroffenen in drei Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe A hat eine niedrige Exazerbationsrate (keine Exazerbation innerhalb des letzten Jahres) und nur wenige belastende Symptome.
  • Gruppe B hat auch eine niedrige Exazerbationsrate (keine Exazerbation innerhalb des letzten Jahres), aber vermehrt belastende Symptome.
  • Gruppe E hat eine hohe Exazerbationsrate (mindestens eine ambulant oder stationär behandelte Exazerbation innerhalb des letzten Jahres); die Symptombelastung spielt hier keine Rolle.

Die zuvor gültige Einteilung der COPD in vier Gruppen (ABCD) wurde in der GOLD-Leitlinie von 2023 auf drei Gruppen (ABE) verringert. Seit dem Update 2026 reicht nun schon eine mittelgradige Exazerbation pro Jahr zur Einteilung in die Gruppe E (zuvor waren dazu mindestens zwei mittelgradige oder eine schwere, im Krankenhaus behandelte Exazerbation nötig).

Heilbar ist COPD nicht: Auch eine langfristige Therapie kann die Schäden an Bronchien und Lunge nicht mehr vollständig rückgängig machen. Darum zielt die Behandlung der Lungenkrankheit in erster Linie darauf ab,

  • die Symptome zu lindern,
  • Symptomverschlimmerungen (Exazerbationen) zu verhindern,
  • das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen,
  • die Lungenfunktion und damit die Lebensqualität zu verbessern oder zu erhalten,
  • Komplikationen vorzubeugen und
  • die Lebenserwartung zu erhöhen.

Um diese Ziele zu erreichen, ist eine konsequente, individuell angepasste und stadiengerechte COPD-Therapie nötig. Dazu stehen verschiedene Medikamente sowie nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Verfügung.

Die wichtigste Maßnahme der COPD-Therapie besteht darin, Schadstoffbelastungen der Lunge auszuschalten. Da Rauchen der häufigste Auslöser für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist, heißt das für die meisten Betroffenen: Rauchstopp.

Nur weniger zu rauchen als vorher, reicht nicht, um die Lungenfunktion langfristig zu verbessern: Wer trotz COPD weiterraucht, verliert pro Jahr etwa doppelt so viel an Lungenfunktion wie Betroffene, die vollständig mit dem Rauchen aufgehört haben.

Mit dem Rauchen aufzuhören, ist allerdings leichter gesagt als getan. Darum ist es sinnvoll, sich Unterstützung zu holen – etwa in Form einer Nikotinersatztherapie und/oder eines Nichtrauchertrainings. Zur Raucherentwöhnung auf E-Zigaretten zurückzugreifen, ist bei COPD jedoch nicht zu empfehlen.

Menschen mit COPD, die gesetzlich versichert und schwer tabakabhängig sind, haben unter bestimmten Bedingungen einen Leistungsanspruch auf Arzneimittel mit dem Wirkstoff Nicotin oder Vareniclin zur Tabakentwöhnung. Welche Voraussetzungen dazu erfüllt sein müssen, besprechen Betroffene am besten mit ihrer Ärztin, ihrem Arzt oder ihrer Krankenkasse.

Für eine wirksame COPD-Therapie sind Medikamente unverzichtbar. Sie allein können zwar das Fortschreiten der Lungenkrankheit nicht verzögern. Eine geeignete medikamentöse Behandlung hilft aber nachweislich, die Symptome zu lindern und akuten Atemproblemen vorzubeugen.

Die medikamentöse COPD-Therapie kann dafür sorgen, dass die Betroffenen die Anforderungen des Alltags möglichst lange ohne Hilfe bewältigen können.

Welche Medikamente am besten zur COPD-Therapie geeignet sind, hängt hauptsächlich vom Stadium der Lungenkrankheit ab. So reicht es im Anfangsstadium oft aus, nur bei Bedarf ein Mittel gegen Atemnot anzuwenden. Hingegen erfordern häufigere und stärkere Beschwerden eine Dauerbehandlung. Im fortgeschrittenen Stadium besteht diese oft aus mehreren Medikamenten.

Bei der COPD-Therapie kommen immer Medikamente zum Einsatz, die die Bronchien erweitern und so das Atmen erleichtern: sogenannte Bronchodilatatoren (lat. dilatare = ausbreiten, ausdehnen). Diese bronchienerweiternden Mittel gibt es in verschiedenen Darreichungsformen:

  • als Spray (etwa Beta-2-Sympathomimetika oder Anticholinergika)
  • als Tabletten
  • als Tropfen
  • als Trinklösung (etwa Theophyllin)

Bei fortgeschrittener COPD können sich die Symptome trotz Therapie mit bronchienerweiternden Medikamenten häufiger verschlimmern. Dann können zusätzlich kortisonhaltige Mittel zur Inhalation (also zum Einatmen) zum Einsatz kommen: Das hilft meist gut gegen die dauerhafte Entzündung der Bronchialschleimhaut.

Mann mit Inhalationsgerät: Kortisonhaltige oder bronchienerweiternde Medikamente bei COPD zu inhalieren hat den Vorteil, dass die Wirkstoffe direkt in die Lunge gelangen.Vergrößern des Bildes
Ein Mann mit Inhalationsgerät: Kortisonhaltige oder bronchienerweiternde Medikamente bei COPD zu inhalieren hat den Vorteil, dass die Wirkstoffe direkt in die Lunge gelangen. (Quelle: ljubaphoto/getty-images-bilder)

Kortison als Tablette einzunehmen oder über eine Vene zu verabreichen, ist nur vorübergehend bei akuten Symptomverschlimmerungen zu empfehlen – und auch nur dann, wenn solche Exazerbationen häufig sind. Solange sie ausbleiben, kommt die COPD-Therapie auch im weiteren Krankheitsverlauf ganz ohne Kortison aus.

Schleimlösende Mittel wie Acetylcystein (ACC) oder Efeuextrakt werden nicht allgemein zur COPD-Therapie empfohlen. Für Menschen, die häufig Symptomverschlimmerungen erleben und kein Kortison inhalieren, kann sich aber ein Behandlungsversuch mit Schleimlösern lohnen.

Hustenstiller sind zur COPD-Therapie eher ungeeignet. Denn diese Medikamente unterdrücken den Hustenreiz, sodass sich der Schleim nicht mehr auf natürliche Weise abhusten lässt. So kann sich der Schleim in den Bronchien festsetzen und letztlich eine Lungenentzündung begünstigen.

Nur in Ausnahmefällen kann es sinnvoll sein, bei COPD kurzfristig einen Hustenstiller anzuwenden, vorzugsweise mit dem Wirkstoff Noscapin. Ein möglicher Grund hierfür wäre etwa ein trockener, lästiger Reizhusten, der den Schlaf massiv stört.

Stecken nachweislich Bakterien hinter akuten Verschlimmerungen (Exazerbationen) der COPD-Symptome, kann eine Antibiotika-Therapie helfen. Mögliche Hinweise auf eine bakterielle Infektion sind:

  • verstärkte Atemnot oder sich verschlimmernder Husten
  • gelbgrün oder eitrig aussehender Auswurf
  • Fieber

Vor der Anwendung von Antibiotika ist es ratsam, ein Antibiogramm anzufertigen. Das heißt, die Bakterienart und deren Widerstandsfähigkeit (Resistenz) gegen die verschiedenen Wirkstoffe zu bestimmen. Wenn bakterielle Atemwegsinfekte bei COPD nicht mit Antibiotika behandelt werden, kann sich der Gesundheitszustand der Betroffenen dauerhaft verschlechtern.

Neben Medikamenten ist bei COPD auch eine nicht-medikamentöse Therapie sinnvoll. Sie kann helfen, die körperliche Belastbarkeit zu erhalten, die Atmung zu verbessern und akute Beschwerden in den Griff zu bekommen. Es gibt verschiedene wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Empfehlenswert ist eine gezielte COPD-Schulung: Hier lernen Betroffene, aktiv zur Bewältigung ihrer Erkrankung beizutragen – etwa indem sie die Technik zur Inhalation der Medikamente verbessern. Das hilft, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung besser zu kontrollieren sowie die Anzahl akuter Symptomverschlechterungen (Exazerbationen) und Notfallbehandlungen zu verringern.

Körperliche Aktivität verringert ebenfalls die Anzahl akuter COPD-Verschlechterungen und steigert so die Lebensqualität und Belastbarkeit. Darum sollten Sport und Bewegung zur COPD-Langzeittherapie nach Möglichkeit dazugehören.

Dabei kommt es nicht darauf an, Höchstleistungen zu vollbringen: Schon ein bisschen körperliche Aktivität ist besser als gar keine Bewegung. Regelmäßig aktiv zu sein, wirkt sich in jedem Fall positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Geeignet ist unter anderem sogenannter Lungensport: Das sind spezielle Bewegungsprogramme für Menschen mit COPD.

Zur COPD-Therapie bieten sich auch spezielle Atemübungen und Atemtechniken an, die Betroffene im Rahmen einer Atemphysiotherapie lernen: Das soll die Atmung in Ruhe und unter Belastung erleichtern sowie eine bessere Hustentechnik vermitteln.

Manche Menschen mit COPD verlieren mit der Zeit stark an Gewicht. Um dem gegenzusteuern, ist eine Ernährungsberatung oder Ernährungstherapie ratsam: Dort vermitteln Fachleute, wie sich die Nährstoffzufuhr steigern lässt. Denn Unterernährung und ungewollter Gewichtsverlust wirken sich negativ auf den Verlauf der Lungenkrankheit aus.

Eine große Erleichterung im Alltag bieten verschiedene Hilfsmittel: Die Versorgung mit beispielsweise einem Rollator, Greifhilfen, Verlängerungen für Schuhlöffel und dergleichen kann Menschen mit COPD helfen, viele Alltagsanforderungen selbstständig zu bewältigen.

Bei Bedarf kann zudem eine Heimbeatmung die COPD-Therapie ergänzen: Das ist eine nicht-invasive Beatmung über eine Atemmaske. Das soll die Atemmuskulatur entlasten, sodass sich die Atemfunktion auch außerhalb der Beatmungszeiten bessert.

Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT)

In fortgeschrittenen COPD-Stadien kann im Blut ständig ein erheblicher Sauerstoffmangel herrschen. In solchen Fällen hilft eine Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT) unter regelmäßiger fachärztlicher Kontrolle: Dabei erhalten Betroffene über eine Nasensonde täglich über viele Stunden Sauerstoff.

Allgemein gilt für die Langzeit-Sauerstofftherapie bei COPD: je länger, desto besser. Denn der gewünschte Erfolg stellt sich oft frühestens ab einer Dauer von 16 Stunden täglich ein.

Sinnvoll ist die Sauerstoff-Langzeittherapie vor allem bei COPD und gleichzeitiger chronischer Rechtsherzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz). Sie kann die Lebenserwartung deutlich steigern.

Ein ebenfalls wichtiger Teil der COPD-Therapie sind Impfungen gegen verschiedene Atemwegsinfektionen: Sie sollen möglichen Komplikationen der Lungenkrankheit vorbeugen.

Zum einen ist es für Menschen mit COPD ebenso wie für deren Partnerinnen und Partner ratsam, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Um ausreichend geschützt zu sein, muss die Impfung jedes Jahr aufs Neue erfolgen, weil die Grippeerreger jährlich wechseln.

  • Mehr erfahren: Was macht das Influenza-A-Virus so gefährlich?

Zum anderen raten Fachleute bei COPD ausdrücklich zur Pneumokokken-Schutzimpfung, um Komplikationen vorzubeugen. Besonders wichtig ist diese Impfung für über 60-Jährige mit COPD. Pneumokokken sind weitverbreitete Bakterien, die Lungenentzündungen hervorrufen können. Eine Pneumokokken-Impfung kann diese häufig verhindern.

Außerdem gilt COPD als hohes Risiko dafür, dass es bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV2 zu einer schwer verlaufenden Covid-19-Erkrankung kommt. Darum sollten Betroffene sich unbedingt für die Corona-Schutzimpfung entscheiden.

Auch Keuchhusten (Pertussis) kann bei Menschen mit COPD schwerwiegende Atemwegsprobleme verursachen. Wer bislang nicht dagegen geimpft wurde, sollte dies nachholen.

Symbol für das Nutzen von Künstlicher Intelligenzt-online-Assistent

Erhalten Sie Antworten aus Tausenden t-online-Artikeln.

Für Menschen mit COPD, die 60 oder älter sind, gibt es seit 2024 noch eine weitere Impfempfehlung: Betroffene sollten sich einmalig, möglichst im September oder Anfang Oktober, gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (kurz: RS-Virus oder RSV) impfen lassen.

Das RS-Virus ist ein häufiger Auslöser akuter Infekte der oberen und unteren Atemwege, die vorwiegend in der kälteren Jahreszeit auftreten – für gewöhnlich zwischen Oktober und März. Bei älteren Menschen mit COPD birgt die Infektion ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Die Impfung soll das Risiko senken.

Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email

Ähnliche Neuigkeiten

Schmerzen im rechten Hoden und in der Leiste: Ein Notfall?
Gesundheit

Schmerzen im rechten Hoden und in der Leiste: Ein Notfall?

März 11, 2026
Können Multivitamine das Altern bremsen?
Gesundheit

Können Multivitamine das Altern bremsen?

März 11, 2026
Können Tiere die geistige Gesundheit schützen?
Gesundheit

Können Tiere die geistige Gesundheit schützen?

März 11, 2026
Jeden Tag Olivenöl – So wirkt es im Körper
Gesundheit

Jeden Tag Olivenöl – So wirkt es im Körper

März 11, 2026
Bluttest verrät Risiko teils Jahrzehnte vor Symptombeginn
Gesundheit

Bluttest verrät Risiko teils Jahrzehnte vor Symptombeginn

März 11, 2026
Welcher Arm entscheidend für genaue Werte ist
Gesundheit

Welcher Arm entscheidend für genaue Werte ist

März 11, 2026

Abonnieren Sie Neuigkeiten

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates aus Deutschland direkt in Ihren Posteingang.

Redakteurfavoriten
„Alarm für Cobra 11“: RTL-Reihe kehrt überraschend zurück

„Alarm für Cobra 11“: RTL-Reihe kehrt überraschend zurück

März 11, 2026
Dorf Chippis droht Evakuierung wegen Riss in der Erde

Dorf Chippis droht Evakuierung wegen Riss in der Erde

März 11, 2026
Schmerzen im rechten Hoden und in der Leiste: Ein Notfall?

Schmerzen im rechten Hoden und in der Leiste: Ein Notfall?

März 11, 2026
Beliebte Felsformation Twelve Apostles soll Eintritt kosten

Beliebte Felsformation Twelve Apostles soll Eintritt kosten

März 11, 2026
Diese Fehler machen viele an der Tankstelle

Diese Fehler machen viele an der Tankstelle

März 11, 2026
Neueste Beiträge
So finden Sie bessere Orte

So finden Sie bessere Orte

März 11, 2026
Video. Japan begeht den 15. Jahrestag des Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe von Fukushima

Video. Japan begeht den 15. Jahrestag des Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe von Fukushima

März 11, 2026
Chauffeur für Ex-FDP-Chef Lindner in Berlin gesucht: Job bei „Autoland“

Chauffeur für Ex-FDP-Chef Lindner in Berlin gesucht: Job bei „Autoland“

März 11, 2026
Facebook X (Twitter) Pinterest TikTok Instagram
© 2026 Deutsch Sprechen. All Rights Reserved.
  • Datenschutzrichtlinie
  • Geschäftsbedingungen
  • Kontakt

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.