Ungeplanter Halt
Kurioser ICE-Stopp: Zugchef kauft Toilettenpapier
15.07.2026 – 08:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein ICE nach Berlin hält plötzlich außerplanmäßig in Hamburg-Bergedorf. Kein Defekt, kein Notfall – der wahre Grund für den Stopp verblüfft die Fahrgäste.
In Hamburg-Bergedorf hat ein ICE der Deutschen Bahn am Samstagabend außerplanmäßig gehalten. Statt einer technischen Panne oder eines Zwischenfalls steckte schlicht leeres Verbrauchsmaterial dahinter: Auf der Zugtoilette fehlte das Papier. Der Zugchef nutzte den Halt, verließ den Zug und lief zum nächsten Supermarkt, um Ersatz zu holen.
Der Zug war laut Bericht des Portals „TAG24“ von Westerland auf Sylt nach Berlin-Gesundbrunnen unterwegs. Eingesetzt wurde dabei der neue Talgo-Niederflur-Zug, den die Bahn als ICE L führt. Gegenüber „TAG24“ bestätigte eine Konzernsprecherin den Vorfall: „Der ICE L hat einen ungeplanten Zwischenstopp in Hamburg-Bergedorf eingelegt.“
Deutsche Bahn: Crew reagiert nach Feststellung des Mangels
Öffentlich wurde die Aktion durch einen mitreisenden Fahrgast, der vom Bahnsteig aus filmte und den Clip bei Instagram veröffentlichte. Das Video kommt inzwischen auf mehr als 730.000 Aufrufe. In der Aufnahme ist der Zugchef zu erkennen, wie er mit drei Packungen der Marke „Super Soft“ zurück zum Bahnsteig eilt. Dem Fahrgast zufolge hatte der Mitarbeiter den Reisenden erklärt, der Zug sei vor dem Start nicht mit dem Material bestückt worden.
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Auch die Deutsche Bahn äußerte sich laut „TAG24“ zu dem Ablauf. Nach Feststellung des Mangels habe die Crew umgehend reagiert. Zur Ursache erklärte die Sprecherin: „Üblicherweise wird der Bestand der Verbrauchsmaterialien von unserem Dienstleister bei der Bereitstellung des Zuges vorgenommen und überprüft. Leider kam es hier zu einem kurzfristigen Ausfall.“ Für den spontanen Einkauf komme selbstverständlich das Unternehmen auf. Künftig sollten die geladenen Mengen erneut kontrolliert und häufiger stichprobenartig geprüft werden, hieß es demnach weiter.
In den Kommentaren zum Video überwiegt Zustimmung
Der Fahrgast selbst wertete den Einsatz in seinem Beitrag als Beispiel für gelebtes Engagement. „Beherzte Geste – große Wirkung“, schrieb er und richtete seinen Dank an alle Zugbegleiterinnen, Zugbegleiter und Zugchefs, die „mit Engagement, Improvisationstalent und Geduld“ für gelingende Reisen sorgten. Organisationen funktionierten eben nicht allein über Handbücher und Abläufe, sondern weil Menschen Eigenverantwortung übernähmen und pragmatische Lösungen fänden.
In den Kommentaren zum Video überwog die Zustimmung. „Ehrenmann“, schrieb ein Nutzer knapp. Besonders viel Zuspruch – mehr als 2.400 Likes – erhielt ein Beitrag, der auf die Belastung des Personals hinwies: „Das Zugpersonal kann für die wenigsten Probleme etwas und kriegt trotzdem den ganzen Hass ab, dabei versuchen sie alles, was sie können, um in den Situationen das Beste draus zu machen.“ Vereinzelt gab es aber auch Skepsis: „Wirklich notwendig? Es geht schon auch mal ohne“, merkte jemand an.











