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Home » Swatch verklagt Samsung auf 170 Millionen Dollar Schadenersatz
Wirtschaft

Swatch verklagt Samsung auf 170 Millionen Dollar Schadenersatz

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 27, 2026
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Swatch verklagt Samsung auf 170 Millionen Dollar Schadenersatz

Digitale Luxusuhren

Swatch verklagt Samsung auf 170 Millionen Dollar


27.06.2026 – 02:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das Logo von Swatch: Der Schweizer Konzern will die Zifferblätter seiner Luxusuhrenmarken schützen. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Revierfoto/imago)

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Smartuhren mit den Zifferblättern von Tissot: Dafür muss Samsung laut Gerichtsentscheid haften. Jetzt klagt der Rechteinhaber Swatch auf Schadenersatz.

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat den südkoreanischen Elektronikhersteller Samsung auf 170 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt. Hintergrund sind digitale Replika von Zifferblättern der zum Konzern gehörenden Uhrenmarken Omega und Tissot, die laut Klage für Samsung-Uhren angeboten wurden.

Der Streit zwischen dem Schweizer Konzern, zu dem neben Swatch-Uhren auch mehrere Luxusmarken gehören, reicht ins Jahr 2019 zurück, noch vor dem Brexit. Der High Court in London hatte bereits 2022 entschieden, dass Samsung für die Markenverletzungen haftbar ist. Jetzt reichten die Schweizer eine Schadenersatzklage nach.

Die Klage wurde am 19. Juni in London eingereicht. Es soll sich laut Swatch um die größte Schadensersatzforderung dieser Art in der Geschichte des Königreichs handeln.

imago images 0806605680Vergrößern des Bildes
Eine Smartwatch von Samsung. Per Apps ließen sich dort Zifferblätter Schweizer Luxusuhren aufspielen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Forderung basiert auf hypothetischen Lizenzgebühren

Samsung hatte zugelassen, dass Drittanbieter-Apps im Galaxy Store digitale Zifferblätter anboten, die Designs von Omega, Tissot, Breguet, Blancpain und Hamilton imitierten. Das Gericht stellte fest, dass Samsung den Überprüfungs- und Vermarktungsprozess der Apps in seinem Store kontrollierte und daher direkt verantwortlich war. Samsungs anschließende Berufung wurde ebenfalls abgewiesen.

In einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schriftsatz vom 19. Juni, der von den Anwälten von Swatch eingereicht wurde, heißt es, dass sich der Schadenersatz auf hypothetische Lizenzgebühren für zehn Swatch-Marken stützt und das „Ansehen, den Ruf und die Anziehungskraft“ des Portfolios des Konzerns widerspiegelt.

Tissot will kein Design lizenzieren

In dem Reuters vorliegenden Dokument wird Tissot-CEO Sylvain Dolla mit den Worten zitiert, die Marke habe sich bewusst gegen einen Einstieg in den Smartwatch-Markt entschieden, obwohl große Technologieunternehmen an sie herangetreten seien. Die Lizenzierung ihrer Designs „würde den Wert zerstören, den die Marken der Swatch Group aufgebaut haben, wenn wir sie für die Verwendung in Smartwatches erlauben würden, bei denen es sich um Massenprodukte handelt“, sagte Dolla laut Schriftsatz.

Samsung hat laut „Financial Times“ die Forderung als „extravagant“ und „realitätsfern“ bezeichnet. Die Anwälte argumentieren, Swatch habe keinen realen Verlust erlitten und Samsung keinen nennenswerten Gewinn daraus gezogen.

Die Schweizer Uhrenindustrie sieht sich einer wachsenden Bedrohung durch den wachsenden Markt für Smartwatches gegenüber, auf dem Unternehmen wie Samsung, Apple und Huawei zu den wichtigsten Herstellern zählen.

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