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Die südkoreanische Regierung beabsichtigt, die zusätzlichen Steuereinnahmen aus ihrer rekordverdächtigen Chipindustrie in einen speziellen „Zukunftsfonds“ zu stecken, teilte das Präsidialamt mit. Die Einnahmen aus dem KI-Boom werden dazu verwendet, öffentliche Projekte zu finanzieren, die von der industriellen Infrastruktur bis zur Unterstützung jüngerer Generationen reichen.
Hinter dem Glücksfall stehen Samsung Electronics und SK Hynix, deren Speicherchips für die Rechenzentren, die den globalen KI-Wettlauf vorantreiben, unverzichtbar geworden sind.
Ihre Rekordgewinne in diesem Jahr haben die Gesamtwirtschaft angekurbelt und gleichzeitig die Steuereinnahmen der Regierung erhöht.
Der Stabschef des Präsidenten, Kang Hoon-sik, erläuterte den Plan bei einem Treffen zwischen der Regierung und der Regierungspartei am Sonntag und sagte, der Fonds werde dazu beitragen, Großprojekte rund um KI und Halbleiter zu finanzieren, gleichzeitig Ungleichheit zu bekämpfen und jungen Menschen bei Wohnraum, Start-ups und Arbeit zu helfen.
Kang warnte davor, dass die zusätzlichen Einnahmen, die der Chip-Boom mit sich bringt, nicht in einem seiner Meinung nach entscheidenden Moment für die Zukunft des Landes verschwendet werden dürfen.
Zur Größe des Fonds wurden keine Zahlen genannt, da die Regierung bei einer Finanzstrategiesitzung in diesem Monat über dessen Verwendung nachdenken wird, bevor sie die Öffentlichkeit konsultiert.
In einem Interview mit der Zeitung Dong-A Ilbo fügte Kang hinzu, dass ein Teil des Geldes an die Versorgungsunternehmen fließen würde, von denen die Chipfabriken abhängig seien, vor allem Strom und Wasser.
Ein Boom, der immer wieder nachgibt
Der Glücksfall spiegelt einen außergewöhnlichen Erfolg der koreanischen Chiphersteller wider.
Samsung-Aktien stiegen in der ersten Jahreshälfte um mehr als 170 % und SK Hynix-Aktien stiegen um mehr als 300 %, wodurch der Marktwert beider Unternehmen die Marke von 1 Billion US-Dollar (874 Milliarden Euro) überstieg.
Samsung wird am Dienstag vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlichen, während SK Hynix plant, durch eine Notierung an der Nasdaq 45 Billionen Won (25,7 Milliarden Euro) einzusammeln.
Beide sind auch Teil einer öffentlich-privaten Initiative im Wert von 800 Billionen Won (457 Milliarden Euro), die letzte Woche vorgestellt wurde und auf den Bau eines neuen Chipherstellungszentrums im Südwesten des Landes abzielt.
Es ist zu einer lebhaften politischen Debatte geworden, wie die Gelder ausgegeben werden sollen.
Im Mai kündigte Präsidentschaftspolitikchef Kim Yong-beom an, es für Start-ups, junge Menschen, Grundeinkommenssysteme in ländlichen Gemeinden und Fischergemeinden sowie für die Unterstützung von Künstlern einzusetzen.
Der Boom hat auch die Arbeitnehmer ermutigt, da Samsung im Mai einen größeren Streik abwendete, indem es sich auf einen Bonusvertrag mit seiner größten Gewerkschaft einigte.
Zusätzliche Quellen • AFP










